Chapter 4:

Wie YAHWEH für seine Feste sorgt

Im letzten Kapitel haben wir gesehen, dass Elohim uns befiehlt, den Zehnten an die Priesterschaft zu geben, um ihre Arbeit zu finanzieren. Wir dürfen keinen Teil des ersten Zehnten für uns selbst verwenden.

In diesem Kapitel werden wir sehen, dass Elohim auch möchte, dass wir einen zweiten Zehnten beiseite legen. Dieser zweite Zehnte soll dazu verwendet werden, die Feste zu einer Zeit der Freude für uns und unsere Familien zu machen.

Deuteronomium (5. Moshe) 12 spricht von Geboten, die gelten, wenn wir „im Lande“ leben.

Devarim (Deuteronomium) 5. Moshe 12:1
1 „Dies sind die Satzungen und Rechte, die ihr in dem Land beachten sollt, das YAHWEH Elohim euren Vätern gibt, damit ihr es in Besitz nehmt, alle Tage, die ihr auf dem Boden lebt.“

Vers 6 sagt, dass wir, wenn wir in das Land kommen, den Ort suchen sollen, den YAHWEH auswählt, und dort unseren Zehnten (Plural) nehmen sollen. Anders als beim ersten Zehnten sagt uns Vers 7 jedoch, dass wir von diesem Zehnten essen sollen.

Devarim (Deuteronomium) 5. Moshe 12:5-7
5 „Du aber sollst den Ort suchen, den YAHWEH, dein Elohim, aus allen deinen Stämmen erwählt hat, um seinen Namen zu seiner Wohnstätte zu machen, und dorthin sollst du gehen.
6 Dort sollst du deine Brandopfer, deine Schlachtopfer, deine Zehnten, deine Hebopfer, deine Gelübde, deine freiwilligen Gaben und die Erstgeborenen deiner Rinder und Schafe einbringen.
7 Und dort sollt ihr essen vor YAHWEH, eurem Elohim, und ihr sollt euch freuen über alles, woran ihr eure Hand gelegt habt, ihr und eure Haushalte, worin YAHWEH, euer Elohim, euch gesegnet hat.“

Vers 11 bestätigt, dass wir mehr als einen Zehnten bringen sollen. Das hebräische Wort ist ma’asaroteichem (מַעְשְׂרֹתֵיכֶם). Dies ist eine Pluralform des Wortes für den Zehnten (ma’asar, oder מעשר).

Devarim (Deuteronomium) 5. Moshe 12:10-12
10 „Wenn du aber über den Jordan gehst und in dem Land wohnst, das YAHWEH, dein Elohim, dir zum Erbe gibt, und er dir Ruhe gibt vor all deinen Feinden ringsum, so dass du in Sicherheit wohnst,
11 dann wird dort der Ort sein, wo YAHWEH, dein Elohim, seinen Namen wohnen lassen will. Dorthin sollt ihr alles bringen, was ich euch befehle: eure Brandopfer, eure Schlachtopfer, eure Zehnten, die Hebopfer eurer Hand und alle eure auserwählten Opfer, die ihr YAHWEH gelobt.
12 Und du sollst dich vor YAHWEH, deinem Elohim, freuen, du und deine Söhne und deine Töchter, deine männlichen und weiblichen Knechte und der Levit, der in deinen Toren ist, denn er hat keinen Anteil und kein Erbe bei dir.“

In Vers 17 sagt uns YAHWEH, dass wir den zweiten Zehnten nicht innerhalb unserer eigenen Tore essen sollen. Vielmehr sollen wir den zweiten Zehnten vor YAHWEH (während der Feste) essen.

Devarim (Deuteronomium) Moshe 12:17-19
17 „Du darfst in deinen Toren nicht essen den [second] Zehnten von deinem Getreide oder von deinem neuen Wein oder von deinem Öl, von den Erstgeborenen deines Viehs oder deiner Herde, von allen deinen Gaben, die du gelobst, von deinen freiwilligen Gaben oder von dem Hebopfer deiner Hand.
18 Du aber sollst sie essen vor YAHWEH, deinem Elohim, an dem Ort, den YAHWEH, dein Elohim, erwählt hat, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Knechtin und der Levit, der in deinen Toren ist; und du sollst dich freuen vor YAHWEH, deinem Elohim, über alles, worauf du deine Hände legst.
19 Gib acht auf dich, dass du den Leviten nicht verlässt, solange du in deinem Land lebst.“

In Devarim (Deuteronomium) 5. Moshe 14 sagt uns YAHWEH, dass wir unseren Zehnten in Geld umwandeln dürfen, wenn uns die Reise zu weit ist. Wenn wir dann an dem Ort ankommen, an dem YAHWEH seinen Namen platzieren will, können wir mit diesen Mitteln kaufen, was immer unser Herz begehrt.

Devarim (Deuteronomium) 5. Moshe 14:22-27
22 „Du sollst den Zehnten geben von allem, was dein Feld Jahr für Jahr hervorbringt.
23 Und du sollst essen vor Jahwe, deinem Elohim, an dem Ort, den er erwählt hat, um seinen Namen wohnen zu lassen, dem [zweiten] des Zehnten von eurem Getreide und eurem Most und eurem Öl, von den Erstgeborenen eurer Rinder und eurer Schafe, damit ihr lernt, YAHWEH, euren Elohim, allezeit zu fürchten.
24 Wenn aber die Reise für dich zu lang ist, so dass du den Zehnten nicht tragen kannst, oder wenn der Ort, an den YAHWEH, dein Elohim, seinen Namen setzen will, zu weit von dir entfernt ist, wenn YAHWEH, dein Elohim, dich gesegnet hat,
25 dann sollst du es in Geld umtauschen, das Geld in deine Hand nehmen und an den Ort gehen, den YAHWEH, dein Elohim, erwählt.
26 Und du sollst das Geld ausgeben für alles, was dein Herz begehrt: für Rinder oder Schafe, für Wein oder ähnliche Getränke, für alles, was dein Herz begehrt; du sollst dort essen vor YAHWEH, deinem Elohim, und du sollst dich freuen, du und dein Haus.
27 Du sollst den Leviten, der in deinen Toren ist, nicht verlassen, denn er hat kein Teil und kein Erbe mit dir.“

Jedoch, weil dieses Gebot nur gilt, wenn wir im Land leben, brechen diejenigen von uns außerhalb des Landes nicht die Thora, wenn wir nicht nach Jerusalem hinaufgehen. Das ist der Grund, warum Shaul die Thora nicht brach, indem er jahrelang auf seinen Missionsreisen ausblieb. (Es ist etwas, das wir tun können, aber nicht tun müssen.)

Manchmal fragen sich die Leute, ob der zweite Zehnte noch außerhalb des Landes, unter der melchisedekischen Ordnung, gilt. Das muss es auch, denn Jeschua hat uns gesagt, dass wir nicht denken sollen, dass er gekommen ist, um irgendeinen Teil der Thora abzuschaffen.

Mattityahu (Matthäus) 5: 17-18
17 Glaubt nicht, daß ich gekommen bin, um die Thora oder die Propheten zu vernichten. Ich bin nicht gekommen, um zu zerstören, sondern um zu erfüllen.
18 Denn wahrlich, ich sage euch: Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht ein Jota oder ein Tüttelchen von der Thora vergehen, bis alles erfüllt ist.“

Viele Menschen werden dadurch verwirrt, weil wir anders gehandelt haben, als wir innerhalb des Landes waren (unter der levitischen Ordnung), als wir es jetzt außerhalb des Landes tun (unter der Ordnung von Melchisedek). Aber Israels Mission hat sich nie geändert; wir sind immer noch aufgerufen, die Erde für Elohim zu erobern. Alle Armeen organisieren und operieren anders, wenn sie sich in der Defensive statt in der Offensive befinden, auch wenn sich die Gesamtmission (den Krieg zu gewinnen) nie ändert.

Das Prinzip, einen zweiten Zehnten für die Feste beiseite zu legen, ist unter der melchisedekischen Ordnung dasselbe wie unter der levitischen Ordnung, denn auch wenn wir uns nicht an einem Ort versammeln müssen, wenn wir außerhalb des Landes leben, müssen wir uns dennoch versammeln und für Orte bezahlen, an denen wir uns versammeln können – und das erfordert in der Praxis Geldmittel.

So wie der erste Zehnte nicht zum Priestertum gehört, gehört der zweite Zehnte nicht zu uns. Vielmehr hat uns YAHWEH den zweiten Zehnten für unseren Gebrauch während der Feste zugewiesen. Das heißt, wir sollen es weise verwalten und seine Feste zu einer Freude für uns und unsere Kinder machen, damit sie auf seinen Wegen wandeln wollen.

Wenn YAHWEH Sie so sehr gesegnet hat, dass Sie sich nicht vorstellen können, zehn Prozent Ihres Einkommens für sich und Ihre Familie während der Feste auszugeben, dann können Sie liebevoll einer anderen Familie geben, die nicht so gesegnet ist wie Sie.

 

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