Chapter 3:

Passah Seder Empfehlungen

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In den zurückliegenden Kapiteln haben wir gesehen, welche Vorstellungen JHWH hatte, wie das erste Passah gehalten werden sollte; und wir sahen auch, wie Israel das Passah im Land selbst hielt. In anderen Studien haben wir aufgezeigt, wie JHWH Avrahams Nachkommen in drei verschiedene Gruppen (Ephraim, Juda und Ishmael) aufgeteilt hat, um den ganzen Teig, genannt Erde, zu durchsäuern.

Mattityahu (Matthäus) 13:33
33 Ein anderes Gleichnis sagte er ihnen: „Das Reich der Himmel gleicht einem Sauerteig, den eine Frau nahm und heimlich in drei Scheffel Mehl hineinmischte, bis das Ganze durchsäuert war.“

Wie der Sauerteig eines Brotes im Ofen verbrannt wird, so wird der Sauerteig aus dem Judentum, Christentum und Islam während des Krieges in der bevorstehenden Trübsal verbrannt werden (detailliert besprechen wir dies in Offenbarung und die Endzeit).

Dieses Dokument ist nicht für das Orthodoxe Judentum, für Christen oder für den islamischen Ishmael geschrieben, sondern für alle herausgerufenen Kinder Ephraims und Juda in allen Nationen, welche die Notwendigkeit der Torah JHWHs mit dem Geist Yeshuas in ihren Herzen verstehen. Aber wie macht man das? Die Heilige Schrift sagt uns nicht, wie wir das Passah in der Zerstreuung feiern sollen – also ist alles, was wir tun können, zu schlussfolgern. Hier nun sind unsere Empfehlungen. Doch wenn Sie beten und die Stimme JHWHs leitet Sie, etwas anderes zu tun, so bitte ich Sie: folgen Sie stattdessen Seiner Stimme!

Jeder Haushalt feierte damals das erste Passah in Vorbereitung darauf, Ägypten zu verlassen. Ein Jahr später hielten die Kinder Israels das Passah um die Stiftshütte (welche gerade fertig gebaut wurde). 39 Jahre später, als Israel endlich im Land war, wurde das Passah um die Stiftshütte gehalten, nämlich an dem Ort, den JHWH erwählte, um Seinen Namen dort wohnen zu lassen (was schließlich eines Tages Yerushalayim wurde). Dann Jahrhunderte später ging Ephraim in die Zerstreuung, und Juda ging ins Exil. Das Passah wurde für Ephraim eine Neuartigkeit, während Juda seine eigenen Regeln dafür aufstellte, wie ein rabbinisches Passah zu halten wäre.

JHWH erwählte zwar wieder Yerushalayim im Jahre 1948, aber wir haben immer noch ein Dilemma, wie wir das Passah begehen sollten., Wenn Passahopfer irgendwo dargebracht werden sollten, so sollte dies in Yerushalayim geschehen, weil JHWH Yerushalayim wieder erwählt hat. Da es allerdings keinen Tempel gibt und keine reine, levitische Ordnung vorhanden ist, können wir derzeit keine Passahopfer in Yerushalayim (oder anderswo) darbringen. Also was können wir tun, wenn wir in der Zerstreuung sind? Wir können trainieren, die Welt zu verlassen (d. h. das größere geistige Ägypten), sodass wir und unsere Kinder bereit sein werden, wenn uns JHWH beruft, nach Hause zu gehen.

Prophezeiungen wurden uns nicht dafür gegeben, dass wir die Zukunft kennen, sondern wenn prophetische Ereignisse eintreten, können wir sie als Bekräftigung unseres Glaubens betrachten. Nichtsdestotrotz ist es oftmals schon möglich, sich Prophetien anzuschauen und eine Idee davon zu bekommen, was passieren könnte. In Offenbarung und die Endzeit erklären wir, dass es wahrscheinlich sogar zwei weitere Auszüge für Ephraim geben dürfte, welches wir den frühen und den späten zweiten Auszug nennen. Falls das richtig ist, wird der frühe Auszug nach dem sechsten Siegel (Atomkrieg im Nahen Osten) stattfinden, wenn die „Neue Weltordnung“ Israel in ein richtiges „internationales” Land verwandeln wird und die Grenzen Israels für Migranten geöffnet werden. Wir sollten dann auch dafür beten, ob JHWH wirklich möchte, dass wir unter den [zukünftigen] Umständen nach Israel ziehen sollen – im Allgemeinen wäre es aber die normale Empfehlung, dorthin zu gehen, aber kein Land zu kaufen (da wir wieder aus dem Land vertrieben werden, wenn das Gräuel der Verwüstung aufgestellt wird).

Wie wir in Offenbarung und die Endzeit erklären, wird der späte zweite Exodus ganz am Ende in der Abfolge der Drangsal stattfinden (d. h. nach der Drangsal und der darauffolgenden Schlacht von Armageddon). Alle babylonischen Regierungen werden am Ende der Drangsal zu Fall kommen, während der frühe zweite Exodus einen geordneten Ablauf haben wird (mit Flugtickets und Pässen usw.), in der wir auch für die Sicherheit der Gemeinschaft sorgen dürften (so wie beim ersten Auszug mit JHWHs Hilfe).

Doch wie auch immer die Endzeit-Ereignisse ablaufen werden, möchten wir unsere Kinder dabei unterstützen, sich vorzubereiten, die Welt zu verlassen und zurück in Sein Land zu gehen. Da Kinder ihr Identitätsempfinden durch praktische Erfahrungen und Traditionen lernen, können Traditionen eine große Nützlichkeit dabei sein. Traditionen sind jedoch nur dann nützlich, wenn sie JHWHs Wort nicht widersprechen, sondern es vielmehr bekräftigen.

Viele glauben, dass die Feste JHWHs Erinnerungen vergangener Ereignisse sind, während wir nun aber bereits festgestellt haben, dass die Heilige Schrift uns mitteilt, dass diese nicht [nur] Erinnerungen, sondern prophetische Schattenbilder zukünftiger Ereignisse sind (z. B. Kolosser 2:16-17). Wenn das Passah und die Tage der Ungesäuerten Brote eine Generalprobe dafür sind, das geistige Ägypten zu verlassen, dann vermittelt es uns nicht viel, wenn wir ein traditionelles Seder-Mahl in der Zerstreuung halten. Vielmehr sollten wir es einstudieren zu packen und die Welt zu verlassen, um nach Hause zurückzukehren.

Im nächsten Kapitel werden wir die Zeitberechnung des Kalenders zusammenfassen. Wenn wir nun alle obigen Punkte im Hinterkopf behalten, so schlage ich folgende Tradition als „Seder”-Ordnung für das Passah in der Zerstreuung vor:

Am 10. Aviv packen Sie und Ihre Familie in Vorbereitung, die Welt (d. h. das geistige Ägypten) zu verlassen, ihre Taschen. Vor der Drangsal könnte dies bedeuten, die Koffer für die Reise mit dem Flugzeug zu packen. „Nehmen sie ein Lamm” und realisieren dabei, dass Sie nicht automatisch Seine Braut werden, nur weil Sie an Ihn glauben – sondern dass die Braut nur ein kleiner Teil von denen ist, die an Ihn glauben. Widmen Sie sich wieder ihrem Ehemann. Geben Sie ihren Kindern eine Aufgabe: entweder eine Aufgabe über den Auszug oder über das Opfer Yeshuas (Spiele, eine Darbietung, Bilder, Merkverse, Familienlesungen usw.). Machen Sie es für die Kinder so schön, wie Sie nur können.

Am 14. Aviv stellen Sie sicher, dass jeder essbare Sauerteig (Sauerteig, Hefe, Backsoda (Natron), Backpulver usw.) aus ihrer Wohnung oder ihrem Grundstück entfernt ist. Essen Sie acht Tage lang ungesäuerte Brote (Rezepte für Ungesäuerte Brote zeigen wir am Ende des Buches). Versammeln Sie sich entweder bei Ihnen zu Hause oder in Ihrer örtlichen Gemeinschaft. Ihre Koffer sollten gepackt sein, ihre Schuhe an die Füße gebunden sein, und Sie sollten abflugbereit sein (Wenn dies vor der Drangsal ist, mag dies anders aussehen, wie nach der Drangsal).

Wenn Sie versammelt sind, essen Sie ein Mahl ohne Sauerteig in Eile und in Freude. Helfen Sie den Kindern, dass sie sich auf ihr [neues] zu Hause freuen. Machen Sie es zu einer Freude für sie. Vor der Drangsal schauen Sie nach den Pässen. Alles Männliche sollte ebenso physisch beschnitten sein (Exodus 12:48-49).

Wie sie das Passah auch immer veranstalten, es ist das Ziel, den Kindern zu helfen, eine Lust zu entwickeln, das weltliche System zu verlassen und nach Hause zu gehen. Gestalten Sie es also freudig für sie. Der zweite Zehnte wurde in der Torah genutzt, um die Familie nach Yerushalayim zu bringen und das zu kaufen, was das Herz begehrt, um es eine wundervolle Zeit der Freude für Sie und ihre Kinder werden zu lassen. (Teilen sie den zweiten Zehnten für die drei Pilgerfeste auf, um jedes Fest etwas Besonderem werden zu lassen.)

Shemote (Exodus) 12:26-27
26 „Und wenn dann eure Kinder zu euch sagen: Was habt ihr da für einen Dienst?,
27 so sollt ihr sagen: „Es ist das Passah-Opfer JHWHs, der an den Häusern der Kinder Israels verschonend vorüberging in Ägypten, als er die Ägypter schlug und unsere Häuser errettete! – Da neigte sich das Volk und betete an.

Kinder lernen durch Tradition und praktische Erfahrungen, wer sie sind, also führen Sie mit ihnen lustige Aktivitäten durch. Fragen Sie sie, ob sie ein Spiel entwerfen wollen, Bilder oder Poster malen, Dioramas der Plagen darstellen wollen usw. Ermutigen Sie sie, sich wie Moshe, Aharon, Zipporah, Miriam usw. zu verkleiden. Je nach Altersstufe lassen Sie sie die Geschichte des Auszugs oder der Passion nachspielen. Sie können auch Belohnungen für das Lernen verschiedener Verse oder Lesungen verteilen. Ihren Ideen sind keine Grenzen gesetzt.

Noch einmal: Das alles sind nur Empfehlungen. Zu all dem sollten ohnehin der Hausherr oder die Gemeindeältesten hierfür beten und den Willen JHWHs erfragen, und dann natürlich auch das tun, wie Er es lenkt (und wenn JHWH Sie dahin führt, dass Sie diese Tradition ganz weglassen, dann machen Sie es, wie Er Sie führt).

Während Sukkot (das Laubhüttenfest) ein „offenes“ Fest ist (d. h. jeder, der möchte, kann daran teilnehmen), ist das Passah ein Initiationsritus für Israeliten. Uns wird gesagt, dass bevor wir am Passah teilnehmen können, alles Männliche physisch beschnitten sein muss.

Shemote (Exodus) 12:48-49
48 „Und wenn sich bei dir ein Fremdling aufhält und JHWH das Passah feiern will, so soll alles Männliche bei ihm beschnitten werden, und dann erst darf er hinzutreten, um es zu feiern; und er soll sein wie ein Einheimischer des Landes, denn kein Unbeschnittener darf davon essen.
49 Ein und dasselbe Torah soll für den Einheimischen und für den Fremdling gelten, der unter euch wohnt.“

Diese Anforderung gilt auch noch nach dem Opfer Yeshuas, zumal uns gesagt wird, dass im Millennium kein Unbeschnittener den Tempel betreten wird.

Yehezqel (Hesekiel) 44:9
9 So spricht JHWH, Elohim: Es soll kein Fremder mit unbeschnittenem Herzen und mit unbeschnittenem Fleisch in mein Heiligtum kommen, keiner von allen Fremdlingen, die unter den Kindern Israels wohnen.”

[Hinweis: Wir befürworten keine „Sichtkontrolle“. Wir lehren lediglich diese Anforderung und stimmen nicht mit irgendwelche „Außerkraftsetzungen“ aus diversen Grund überein.]

Manchmal kommt es in der Zerstreuung vor, dass eine Schwester einen Mann geheiratet hat, der nicht in einer Umgesinnung lebt (und somit auch physisch nicht beschnitten ist). Falls dieser Schwester später auffällt, dass die Torah heute noch gültig ist, dann könnte Sie sich fragen, ob Sie nun mit Ihrem Mann das Passah essen sollte oder nicht (in Anbetracht der Tatsache, dass ihr Mann die Anforderungen von Exodus 12 nicht erfüllt). Während jede Situation anders ist, ist unsere [allgemeine] Empfehlung, dass fromme Schwestern das Passah in der Zerstreuung essen sollten während ihre Männer (die nicht bereuen) nicht daran teilnehmen sollten. Die Idee ist, dass die Schwestern ihre Männer und Kinder ermutigen, dass sie so viel Liebe für Yeshua aufbringt, wie sie nur kann, ohne dabei die Torah zu brechen. Denn sobald die Herzen ihrer Familie auf Yeshua gerichtet sind, werden ihre Männer und Kinder sich physisch beschneiden lassen wollen, um Yeshua wohlgefällig zu sein.

Qorintim Aleph (1. Korinther) 9:20-23
20 Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, damit ich die Juden gewinne; denen, die „unter“ der Torah sind, bin ich geworden, als wäre ich „unter“ der Torah, damit ich die „unter“ der Torah gewinne; [d. h. die Orthodoxen];
21 denen, die ohne Torah sind, bin ich geworden, als wäre ich ohne Torah – obwohl ich vor Elohim nicht ohne Torah bin, sondern Mashiach gesetzmäßig unterworfen –, damit ich die gewinne, die ohne Torah sind. [d. h. die Christen];
22 Den Schwachen bin ich wie ein Schwacher geworden, damit ich die Schwachen gewinne; ich bin allen alles geworden, damit ich auf alle Weise etliche rette.
23 Dies aber tue ich um des Evangeliums willen, um an ihm teilzuhaben.

Wie wir in Die Ehe aus JHWHs Sicht (aus Beziehungen aufgrund eines Bundes, engl. Covenant Relationships) erklären, ist jede Situation anders – aber wenn JHWH uns ruft, wieder in das Land zurückzukehren, kann kein männlich Unbeschnittener in das Land kommen. Daher sollten gläubige Schwestern ihre Familien als ihren „Dienst” ansehen. Sie sollten ihr Bestes tun, ihren Mann und ihre Kinder zu ermutigen, Yeshua zu lieben – und das unabhängig von den Umständen. Auch wenn ihr Mann und die Kinder dies nicht verstehen, sollten das die Schwestern mit ihrem ganzen Herzen bis zu den Zeitpunkt tun, wo wir berufen werden, nach Hause zurückzukehren. Während es eine Sache des Gebets ist, ob man nun zum Zeitpunkt des zweiten frühen oder späten Exodus‘ nach Hause gehen soll, müssen wir aber alle wieder zurück nach Hause gehen (es sei denn die Stimme JHWHs sagt etwas anderes). Wenn der Mann und die Kinder zu dieser Zeit nicht umgesinnt haben, muss die Schwester vermutlich doch gehen (so schwierig dieses Szenario auch ist, hebt es noch einmal die Wichtigkeit hervor, nur innerhalb des Glaubens zu heiraten).

Im historischen Kontext ist das Gebot, alles Gesäuerte zu entfernen, das Gebot Sauerteig [engl. sourdough starter] hinauszuwerfen. Allerdings sollten wir alles entfernen, was genutzt wird, um Brot aufgehen zu lassen (zum Beispiel Aktivhefe, Backsoda (Natron) oder Backpulver). Die rabbinische Tradition besagt auch Zahnpasta, Waschmittel usw. zu entfernen, welche Backsoda oder Backpulver enthalten. Da dies aber nicht genutzt wird, um Brot zu backen, empfehlen wir diese Vorgehensweise nicht.

Die rabbinische Tradition erfordert es auch, das Haus vor dem Passah blitzblank zu scheuern. Während wir einen allgemeinen Frühjahrsputz befürworten, haben jedoch vermutlich unsere Vorväter in Exodus 12 nicht noch ihre Häuser gereinigt, bevor sie diese ein paar Tage später verlassen mussten (Falls jemand jedoch seine Wohnung für Passah reinigen möchte, dann sehen wir auch nichts Verwerfliches daran).

So wie JHWHs Geist mehr und mehr Menschen zu der Wahrheit ruft, wollen auch immer mehr Christen an einen Passah-Seder teilnehmen, um mehr über die hebräischen Wurzeln ihres Glaubens zu lernen. Dies ist sehr gut; und JHWHs Wille ist es, dass wir sie in Liebe erreichen. Allerdings gibt es dabei auch ein Dilemma, da das Passah ein „geschlossenes” Fest ist (welches nur zugehörige, beschnittene Israeliten begehen). Wie sollten wir nun damit umgehen (wie könnten wir dieses Dilemma lösen)?

Eine Sache, die wir tun können ist, einen „Lehr“-Seder an einen anderen Tag zu veranstalten, quasi als eine Art Kennenlern-Maßnahme für Christen, die mehr erfahren wollen. Dies ist eine der fruchtbarsten Evangelisations­maßnah­men, da diejenigen, die an einem „Lehr“-Seder teilnehmen, schon daran interessiert sind, mehr über die hebräischen Aspekte des Glaubens zu erfahren. Solange wir dies an einem anderen Tag veranstalten, können wir so freundlich und liebenswürdig wie möglich zu unseren christlichen Cousins sein und ihnen all die kraftvollen Symboliken, die der Passah-Seder beinhaltet, lehren.

Nur müssen wir es an einen anderen Tag veranstalten (nicht am Passah), weil das Passah ein geschlossenes Fest ist. Wenn wir das auf die richtige Weise machen, bietet das einmalige Gelegenheiten, neue Verbindun­gen herzustellen und Samen zu säen (solange wir diese Veranstaltung auf einen andern Tag legen).

Nun wollen wir uns noch Informationen über die Zeitberechnung des Passahs anschauen.

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