Chapter 15:

Sind wir Gläubige oder Jünger?

Wagen wir zu fragen? Was ist überhaupt der Unterschied zwischen einem Gläubigen und einem Jünger? Und welche Rolle spielt es?

Markus sagt uns das Yeschua Mitgefühl für die viertausend Gläubige hatte, die zu ihm gekommen sind. Yeschua heilte ihre Krankheiten, und Er tat ein Wunder ihnen zu Essen zu geben, aber dann sandte Er sie weg.

Marqaus (Markus) 8:1-10
1 In jenen Tagen, als eine sehr große Volksmenge zugegen war und sie nichts zu essen hatten, rief Yeschua seine Jünger zu sich und sprach zu ihnen:
2 „Ich bin voll Mitleid mit der Menge, denn sie verharren nun schon drei Tage bei mir und haben nichts zu essen.
3 Und wenn ich sie ohne Speise nach Hause entlasse, so werden sie auf dem Weg verschmachten, denn etliche von ihnen sind von weit her gekommen.“
4 Und seine Jünger antworteten ihm: „Woher könnte jemand diese hier in der Einöde mit Brot sättigen?“
5 Und er fragte sie: „Wie viele Brote habt ihr?“ Sie aber sprachen: „Sieben.“
6 Da befahl er der Menge, sich auf die Erde zu lagern. Und er nahm die sieben Brote, dankte, brach sie und gab sie seinen Jüngern, damit sie sie austeilten. Und sie teilten sie dem Volk aus.
7 Sie hatten auch noch einige kleine Fische; und nachdem er gedankt hatte, gebot er, auch diese auszuteilen.
8 Sie aber aßen und wurden satt. Und sie hoben noch sieben Körbe voll übrig gebliebener Brocken auf.
9 Es waren aber etwa 4000, die gegessen hatten; und er entließ sie.
10 Und sogleich stieg er mit seinen Jüngern in das Schiff und kam in die Gegend von Dalmanutha.

In Markus 6, als Yeschuas Jünger erschöpt waren, sagte Er ihnen zu ruhen; aber die Masse folgte ihnen. Und weil Er Mitleid mit der Masse hatte, lehrte Yeschua sie und gab ihnen zu essen und dann schickte Er sie fort.

Marqaus (Markus) 6:30-45
30 Und die Apostel versammelten sich bei Yeschua und verkündeten ihm alles, was sie getan und was sie gelehrt hatten.
31 Und er sprach zu ihnen: „Kommt ihr allein abseits an einen einsamen Ort und ruht ein wenig!“ Denn es waren viele, die gingen und kamen, und sie hatten nicht einmal Zeit zu essen.
32 Und sie fuhren allein zu Schiff an einen einsamen Ort.
33 Und die Leute sahen sie wegfahren, und viele erkannten ihn; und sie liefen aus allen Städten zu Fuß dort zusammen und kamen ihnen zuvor und versammelten sich bei ihm.
34 Und als Yeschua ausstieg, sah er eine große Volksmenge; und er hatte Erbarmen mit ihnen, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er fing an, sie vieles zu lehren.
35 Und als nun der Tag fast vergangen war, traten seine Jünger zu ihm und sagten: „Dieser Ort ist einsam, und der Tag ist fast vergangen.
36 Entlasse sie, damit sie in die Höfe und Dörfer ringsumher gehen und sich Brot kaufen; denn sie haben nichts zu essen.“
37 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: „Gebt ihr ihnen zu essen.“ Und sie sprachen zu ihm: „Sollen wir hingehen und für 200 Denare Brot kaufen und ihnen zu essen geben?“
38 Er aber sprach zu ihnen: „Wie viele Brote habt ihr? Geht hin und seht nach!“ Und als sie es erkundet hatten, sprachen sie: „Fünf, und zwei Fische.“
39 Und er befahl ihnen, dass sich alle in Gruppen ins grüne Gras setzen sollten.
40 Und sie setzten sich gruppenweise, zu hundert und zu fünfzig.
41 Und er nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte zum Himmel auf und dankte, brach die Brote und gab sie seinen Jüngern, damit sie ihnen austeilten; auch die zwei Fische teilte er unter alle.
42 Und sie aßen alle und wurden satt.
43 Und sie hoben zwölf Körbe voll an Brocken auf, und auch von den Fischen.
44 Und die, welche die Brote gegessen hatten, waren etwa 5000 Männer.
45 Und sogleich nötigte er seine Jünger, in das Schiff zu steigen und ans jenseitige Ufer, nach Bethsaida, vorauszufahren, bis er die Volksmenge entlassen hatte.

Wir sehen wie Yeschua die Gläubigen wieder in Johannes 6 zu Essen gibt. In Vers 15, wollten die Menschen ihm zu ihrem König machen, aber auch hier zog Er sich zurück.

Yochanan (Johannes) 6:11-15
11 Und Yeschua nahm die Brote, sagte Dank und teilte sie den Jüngern aus, die Jünger aber denen, die sich gesetzt hatten; ebenso auch von den Fischen, so viel sie wollten.
12 Und als sie gesättigt waren, sprach er zu seinen Jüngern: „Sammelt die übrig gebliebenen Brocken, damit nichts verdirbt!“
13 Da sammelten sie und füllten zwölf Körbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, die denen übrig geblieben waren, welche gegessen hatten. 14 Als nun die Leute das Zeichen sahen, das Jesus getan hatte, sprachen sie: „Das ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommen soll“
15 Da nun Yeschua erkannte, dass sie kommen würden, um ihn mit Gewalt zum König zu machen, zog er sich wiederum auf den Berg zurück, er allein.

Nachdem Yeschua die Gläubigen verlassen hatte, ging Er über dem See, um sich mit Seinen Jüngern zu vereinen; und als den Menschen aufgefallen ist das Yeschua sie verlassen hatte, stiegen sie in Boote um nach ihm zu suchen.

Yochanan (Johannes) 6:24-26
24 da also die Volksmenge sah, dass Yeschua nicht dort war, auch nicht seine Jünger, stiegen auch sie in die Schiffe und kamen nach Kapernaum und suchten Yeschau.
25 Und als sie ihn am anderen Ufer des Sees fanden, sprachen sie zu ihm: „Rabbi, wann bist du hierher gekommen?“
26 Yeschua antwortete ihnen und sprach: „Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr sucht mich nicht deshalb, weil ihr Zeichen gesehen, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.“

Warum schickte Yeschua die Menge der Gläubigen weg, um mehr Zeit allein mit seinen Jüngern zu verbringen? Um diese Frage zu beantworten, lasst uns einen genauen Blick darauf werfen, wie Er seine Jünger rief das sie Ihm dienen.

Als Sein Dienst begonnen hat, rief Er nach seinen Jüngern die seine Salbung erkannt haben, und sofort ließen sie ihre Netzte zurück um ihm zu folgen.

Mattityahu (Matthäus) 4:18-22
18 Als Yeschua aber am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Shimon, genannt Kepha, und dessen Bruder Andreas; die warfen das Netz in den See, denn sie waren Fischer.
19 Und er spricht zu ihnen: „Folgt mir nach, und ich will euch zu Menschenfischern machen.“
20 Da verließen sie sogleich die Netze und folgten ihm nach.
21 Und als er von dort weiterging, sah er in einem Schiff zwei andere Brüder, Ya´akov, den Sohn des Zebedäus, und dessen Bruder Yochanan, mit ihrem Vater Zebedäus ihre Netze flicken; und er berief sie.
22 Da verließen sie sogleich das Schiff und ihren Vater und folgten ihm nach.

Wie ihr Vater Avraham vor ihnen, verließen die Jünger alles, um Elohims Worte nachzufolgen.

Marqaus (Markus) 10:28
28 Da begann Kepha und sprach zu ihm: „Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt!“

Die Jünger kümmerten sich um Dinge die Yeschua nicht mehr besorgen musste. Zum Beispiel, Kepha (Petrus) und Yochanan (Johannes) gingen um das Passahmahl vor zubereiten.

Luqa (Lukas) 22:8
8 Und er sandte Kepha und Yochanan und sprach: „Geht hin, bereitet uns das Passah, damit wir es essen können.“

Yeschua´s Jünger gingen auch um den Esel und Füllen zu holen auf welchem er später reiten würde. Diese Dinge mögen erscheinen als wären sie unter der Würde von denen die später Yeschuas Reich hier auf Erden führen würden, aber wenn wir uns es vorstellen, waren die Herzen der Jünger glücklich irgendetwas tun zu können, um das Reich ihres Masters zu förden, egal was es ist.

Mattityahu (Matthäus) 21:1-3
1 Als sie sich nun Jerusalem näherten und nach Bethphage an den Ölberg kamen, sandte Yeschua zwei Jünger
2 und sprach zu ihnen: „Geht in das Dorf, das vor euch liegt, und sogleich werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Füllen bei ihr; die bindet los und führt sie zu mir!
3 Und wenn euch jemand etwas sagt, so sprecht: Der Herr braucht sie!, dann wird er sie sogleich senden.”

Nun, während es scheint das sowohl die Gläubigen und die Jünger Yeschuas Salbung erkannt haben, und während sowohl die Gläubigen und die Jünger den Wunsch hatten Zeit mit Yeschua zu verbringen, und von ihm zu lernen, so scheint es, dass der große Unterschied in ihrer Bereitschaft zu dienen war.

Die Jünger gaben alles was sie hatten für das Privileg ihrem Master zu helfen sein Reich aufzubauen. Sie dienten Elohim mit ihrem ganzen Herzen, ihrer ganzen Seele und ihrer ganzen Kraft. Und da sie Elohim mehr wie ihr eigenes Leben liebten, verbrachte Elohim Zeit mit ihnen.

Im Gegensatz dazu, suchten die Gläubigen alle, etwas von Elohim zu bekommen. Sie kamen, um geheilt zu werden, sie kamen, um satt zu werden, und sie kamen um kostenlose Anweisungen zu bekommen. Das ist, wie Elohim es sah, ob es den Leuten bewusst war das ihre Motivation egoistisch war oder nicht.

Und was ist mit uns, liebe Freunde? Warum sind wir hier? Suchen wir geheilt zu werden, um gefüttert zu werden, oder um etwa freie Anweisung zu bekommen? Oder sind wir hier, weil nichts wirklich mehr wichtig für uns ist, aber die Möglichkeit, den Rest unseres Lebens zu verbringen um Yeschua Königreich auszubauen?

Yeshua will das wir alle, helfen sein Reich aufzubauen. Das ist viel mehr als nur am Sabbat zu ruhen, zu Lernen und Gemeinschaft zu haben. Entweder will Yeshua, dass wir sein Reich direkt mit aufbauen, oder Er will, dass wir diejenigen unterstützen die es tun.

Mattityahu (Matthäus) 28:18-20
18 Und Yeschua trat herzu, redete mit ihnen und sprach: „Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden.
19 So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes
20 und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit.“ Amen.

Wir müssen das was wir wissen in die Tat umsetzen, weil wenn wir wissen was Yeschua möchte was wir tun sollen, aber es nicht tun, wird es uns als Sünde angerechnet.

Ya’akov (Jakobus) 4:17
17 Wer nun Gutes zu tun weiß und es nicht tut, für den ist es Sünde.

Wir sind nicht durch Wissen gerechtfertigt: wir sind durch Seiner Gnade gerechtfertigt. Wenn das der Fall ist, ist es möglich das Er diejenigen eher Gnade erweist, die alles erdenkliche tun um Sein Reich zu erweitern? Oder diejenigen die Seine Worte lesen, aber es nicht in die Tat umsetzen.

Wäre ein irdischer König wahrscheinlich nicht irritiert mit Probanden, die wissen, was er möchte, dass sie tun sollen, aber es nicht tun?

Wer Ohren hat, der höre.

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