Chapter 19:

Apostelgeschichte 15 und die rabbinische Autorität

In früheren Kapiteln haben wir festgestellt, dass Israel eine zentralisierte Führung und ein organisiertes levitisches Priestertum hatte, während sie noch in der Wildnis gewesen sind. Dies zeigt auch, dass wir außerhalb des Landes ein organisiertes Priestertum haben können. Lasst uns dies im Hinterkopf behalten.

Wir haben auch gesehen, wie „Mashiach der Fürst“ kam, den geistigen Feldzug anzuführen, um den Wieder¬her¬stel¬lungs¬prozess des gefallenen Adams [Menschen] in eine neue Phase zu bringen. Der Fokus wird fortan nicht mehr aus Tieropfern im Tempel bestehen, sondern auf dem Aussenden der Jünger in alle Nationen, um ein globales melchizedek‘sches Priestertum zu etablieren. Dieses globale Priestertum nach der Ordnung Melchizedeks würde die verlorenen und zerstreuten Kinder Avrahams und Israels aus jeder Familie und jeden Clan herausrufen. Generationen später würde dann für einen Überrest von ihnen eine langsame Rückkehr zu ihrem Erbe Israel beginnen.

Des Weiteren haben wir gelernt, dass das levitische Priestertum im Land kein Erbteil hatte. Ebenso sagte Yeshua, um sein Jünger werden zu können (d. h. ein melchizedek‘scher Priester), dass ein Mensch alles, was er hat, verlassen müsse. Dies war der Preis, um Ihm und Seinem Volk zu dienen.

Luqa (Lukas) 14:33
33 „So kann auch keiner von euch mein Jünger sein, der nicht allem entsagt, was er hat.“

Obwohl die Priester keinen Besitz haben sollten, benötigt dieser Dienst doch weiterhin finanzielle Mittel, um den Großen Missionsbefehl durchführen zu können. Also verkauften die Menschen ihren Besitz (Apostel¬ge¬schichte 2 und 4) und gaben den Erlös den Aposteln.

Ma’asei (Apostelgeschichte) 4:32-35
32 Und die Menge der Gläubigen war ein Herz und eine Seele; und auch nicht einer sagte, dass etwas von seinen Gütern sein Eigen sei, sondern alle Dinge waren ihnen gemeinsam.
33 Und mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung des Yeshua, und große Gnade war auf ihnen allen.
34 Es litt auch niemand unter ihnen Mangel; denn die, welche Besitzer von Äckern oder Häusern waren, verkauften sie und brachten den Erlös des Verkauften
35 und legten ihn den Aposteln zu Füßen; und man teilte jedem aus, so wie jemand bedürftig war.

Wenn die Apostel kein Erbe haben sollten, warum dann wurden diese Finanzen den Aposteln zu Füßen gelegt? Wenn eine Organisation [im Sinne von Institution] effektiv arbeiten soll, muss die Führung in der Lage sein zu steuern, wofür die Mittel ausgegeben werden. Dies gilt sowohl für eine Regierung, ein Unternehmen, ein Melchizedek‘sches Priestertum oder für was auch immer sonst.

Damit das levitische Priestertum funktionierte, musste der Hohepriester die Kontrolle über die Gelder haben. Wenn das Volk einfach ihren Zehnten, ihre Geschenke oder Opfergaben dem ersten Priester geben würde, den es antreffen würde (oder dem Priester, der ihm dabei half, die Tiere zu opfern), so würde der Tempeldienst im nu zusammenbrechen. Etwas Ähnliches wäre es, wenn wir in einem Restaurant den Kellner bezahlen und es zulassen, dass er mit dem ganzen Geld nach Hause geht. Der Geschäftsführer hätte daraufhin kein Geld, um die Köche und Küchenkräfte oder die Rechnung des Lebensmittelhandels zu bezahlen. Das Restaurant wäre bald gezwungen, schließen zu müssen.

Wenn also das Volk nicht all seinen Zehnten dem Hohepriester (oder seinem Beauftragten) gegeben hätte, hätte der Hohepriester keine Mittel für z. B. diejenigen, die Holz gehackt oder Schaubrote gebacken haben. Jeder, der unterstützende Arbeiten erledigt, müsste seinen Posten verlassen und als Altarpriester arbeiten. So könnten sie Pilger treffen, die nach Yerushalayim hochkamen. Aber wenn jeder Priester wäre und niemand das Wasser holt, Holz hackt oder Schaubrote backt, dann würde der Tempeldienst zum Stillstand kommen. Und dies ist in etwa vergleichbar mit der Situation im heutigen messianischen Israel. Es gibt keine abgesonderte Priesterschaft, keine echte Rechen¬schaftspflicht und keine Ordnung.

In Apostelgeschichte 6 sehen wir sowohl Organisation als auch Ordnung. Damals entstand von den Hellenisten eine Beschwerde gegen die Hebräer, weil für die hellenistischen Witwen nicht gut gesorgt wurde. Die Antwort der Apostel war, sieben weitere Männer zu beauftragen, die nach den Witwen schauen sollten. Diese Möglichkeit bestand, da die apostolische Basis die Macht hatte, die Gelder dorthin einzusetzen, wo sie gebraucht wurden.

Ma’asei (Apostelgeschichte) 6:1-4
1 In jenen Tagen aber, als die Zahl der Jünger wuchs, entstand ein Murren der Hellenisten gegen die Hebräer, weil ihre Witwen bei der täglichen Hilfeleistung übersehen wurden.
2 Da beriefen die Zwölf die Menge der Jünger zusammen und sprachen: „Es ist nicht gut, dass wir das Wort Elohims vernachlässigen, um bei den Tischen zu dienen.
3 Darum, ihr Brüder, seht euch nach sieben Männern aus eurer Mitte um, die ein gutes Zeugnis haben und voll Heiligen Geistes und Weisheit sind; die wollen wir für diesen Dienst einsetzen,
4 wir aber wollen beständig im Gebet und im Dienst des Wortes bleiben!“

Der Grund, warum YAHWEH/ יהוה will, dass die apostolische Basis die Kontrolle über die Finanzen hat, ist, dass per Definition die Apostel und Propheten YAHWEH’S/ יהוהs Stimme hören. Nur durch das Hören und dem Gehorchen der Stimme YAHWEH’S/ יהוה, und zwar zu jedem Augenblick, können sie wissen, wie YAHWEH/ יהוה Seine Ressourcen eingesetzt haben möchte.

Die Idee ist folgende: Evangelisten, Pastoren und Lehrer sollen erkennen, dass die Apostel und Propheten YAHWEH’S/ יהוה Stimme hören und dieser gehorchen. Daher sollten sie diese um Weisung und Rat suchen. Wenn jedoch Evangelisten, Pastoren und Lehrer nicht wissen, was es bedeutet, YAHWEH’S/ יהוה Stimme zu hören, besteht für sie keine Notwendigkeit, Apostel oder Propheten zu suchen oder auf dem Fundament der Apostel zu arbeiten. Dies wiederum bewirkt im nu Zerrissenheit – so, wie in der heutigen Messianischen Welt.

Einige Gläubige misstrauen dieser Idee eines apostolischen Fundaments. Dies ist vielleicht darauf zurückzuführen, weil es zu allerlei Machtmissbrauch in der Kirche kam. Sie sind möglicherweise wie Frauen, die eine schlechte Ehe durchgemacht haben und jetzt der Ehe misstrauen. Doch nur, weil man die falsche Wahl mit dem Ehepartner getroffen hat, ist die Institution der Ehe doch nicht gleich etwas Schlechtes?!

Während die katholische Kirche ein Fundament der Apostel und Propheten hat, ist es dennoch kein Fundament von wahren Aposteln und wahren Prophe-ten. Wie die Rabbiner folgt die katholische Führung nicht der Stimme YAHWEH’S/ יהוה, sondern ihren eigenen Gedanken. Das macht sie zu blinden Führern in der Art, wie wir es bereits mit Havvah (Eva) im Garten Eden gesehen haben, da es Satans grundlegende Taktik ist, dass wir unseren eigenen Gedanken folgen sollen, anstatt auf YAHWEH’S/ יהוה Stimme zu hören. Daher wird uns gesagt, dass wir jeden Gedanken gefangen nehmen sollen unter dem Gehorsam Mashiach’s (und Seinem Geist).

Qorintim Bet (2. Korinther) 10:3-6
3 Denn obgleich wir im Fleisch wandeln, so kämpfen wir doch nicht nach Art des Fleisches;
4 denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig durch Elohim zur Zerstörung von Festungen,
5 sodass wir Vernunftschlüsse zer¬stö¬ren und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Elohim’s erhebt, und jeden Gedanken gefangen nehmen zum Gehorsam gegen Mashiach,
6 und auch bereit sind, jeden Ungehorsam zu bestrafen, sobald euer Gehorsam vollständig geworden ist.

YAHWEH/יהוה gab uns ein Hirn, und Er möchte auch, dass wir es nutzen. Wir sollen allerdings zuerst in Yeshua verharren und anschließend denken – und nicht umgekehrt. Wenn wir zu irgendeinem Zeitpunkt vergessen, in Yeshua zu verharren, dann werden wir am Ende unseren eigenen Gedanken hinterherjagen (und somit werden wir zu geistig Gefangenen Satans).

Die Stimme YAHWEH’S/ יהוה zu hören und ihr zu gehorchen ist grundlegend für unseren Glauben. Diejenigen, die apostolische und prophetische Gaben haben, müssen ständig auf YAHWEH’S/יהוה Stimme hören. Tatsächlich sind sie auch deswegen mit Leitung beauftragt worden. Wenn es nicht ihre oberste Priorität ist, YAHWEH’S/ יהוה Worte zu hören, dann werden sie ihrem Amt nicht gerecht (und hiermit sind sowohl die Rabbiner also auch die Kirche auf Abwege geraten).

Wir wissen, dass das Amt des Apostels und das des Propheten nach wie vor für heute Gültigkeit haben, weil uns Epheser 4:13 dazu auffordert, uns gemäß dieser fünf Gaben zu organisieren, bis wir alle zur Einheit im Glauben gekommen sind.

Ephesim (Epheser) 4:13
13 bis wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Elohim’s gelangen, zur vollkommenen Mannesreife, zum Maß der vollen Größe Mashiach’s;

Offenbarung 18:20 sagt den Aposteln und Propheten ferner, über den Fall Babylons zu frohlocken.

Hitgalut (Offenbarung) 18:20
20 „Freut euch über sie, du Himmel und ihr heiligen Apostel und Propheten; denn Elohim hat euch an ihr gerächt!“

Da der Fall Babylons immer noch ein zukünftiges Ereignis ist, so wissen wir, dass es auch Apostel und Propheten in der Zukunft geben wird – und das bedeutet wiederum, dass das Amt des Apostels und das des Propheten immer noch existieren.

Da nun Apostel und Propheten diejenigen sind, die YAHWEH’S/ יהוה Stimme jederzeit hören können, und da diese Ämter heute immer noch aktuell sind, müssen diejenigen, die für diese Ämter berufen wurden, üben, Seine Stimme zu hören und ihr allezeit zu gehorchen. Das ist ein Teil ihrer Arbeit.

Aber was hat nun all das mit der Apostelgeschichte 15 zu tun?

Bis in Apostelgeschichte 9 wurde das Evangelium nur den Juden geoffenbart. In Apostelgeschichte 10 zeigte YAHWEH/ יהוה dem Kepha (Petrus) eine Vision von einem großen Tuch, welches mit unreinen Tieren (die symbolisch für die Heiden stehen) bedeckt vom Himmel herunter kam.

Ma’asei (Apostelgeschichte) 10:9-16
9 Am folgenden Tag aber, als jene auf dem Weg waren und sich der Stadt näherten, stieg Kepha auf das Dach, um zu beten, etwa um die sechste Stunde.
10 Da wurde er sehr hungrig und wollte essen. Während man aber etwas zubereitete, kam eine Verzückung über ihn.
11 Und er sah den Himmel geöffnet und ein Gefäß zu ihm herab¬kom¬men, wie ein großes, leinenes Tuch, das an vier Enden gebunden war und auf die Erde nieder¬gelassen wurde;
12 darin waren all die vierfüßigen Tiere der Erde und die Raubtiere und die krie¬chen¬den Tiere und die Vögel des Himmels.
13 Und eine Stimme sprach zu ihm: „Steh auf, Kepha, schlach¬te und iss!“
14 Kepha aber sprach: „Keineswegs, Adon! denn ich habe noch nie etwas Gemeines oder Unreines gegessen!“
15 Und eine Stimme [sprach] wiederum, zum zweiten Mal, zu ihm: „Was Elohim gereinigt hat, das halte du nicht für gemein!“
16 Dies geschah dreimal, und dann wurde das Gefäß wieder in den Himmel hinaufgezogen.

Die Kirche lehrt uns, dass diese Vision bedeutet, dass die Speisegebote aus 3. Moshe 11 nicht mehr gelten (und wir ab jetzt alles essen dürften). Dagegen sagt uns jedoch Kepha, dass es bedeutet, dass wir keinen Menschen gemein oder unrein nennen sollen. Nach dem Opfer Yeshua’s sollte der Große Missionsbefehl mit jeder Familie und jeder Sippe aller Nationen geteilt werden – und so sollten auch wir es nicht unterlassen, anderen Menschen Zeugnis zu geben.

Ma’asei (Apostelgeschichte) 10:28
28 Und er sprach zu ihnen: „Ihr wisst, dass es einem jüdischen Mann nicht erlaubt ist, mit einem Angehörigen eines anderen Volkes zu verkehren oder sich ihm zu nahen; doch mir hat Elohim gezeigt, dass ich keinen Menschen gemein oder unrein nennen soll.“

Kepha sagte, es sei „rechtswidrig“ für einen jüdischen Mann mit jemandem aus einer anderen Nation Gemein¬schaft zu halten oder zu jemandem aus einer anderen Nation zu gehen. Dies finden wir allerdings nicht in der Thora Moshes wieder, sondern lediglich in rabbinischen Anordnungen. Dass Kepha ein rab¬bi¬ni-sches Urteil wieder¬holt, sagt etwas über ihn aus. Wenn wir dieses mit der Tatsache verbinden, dass Sha’ul (Paulus) für die Hei¬den und Kepha (bis zu diesem Zeitpunkt) für die Beschnittenen (rabbinische Pharisäer) eingesetzt war, er¬gibt das ein interessantes Bild, wer Kepha eigentlich war.

Kepha gehorchte dem Befehl des Geistes, in das Haus Cornelius‘ zu gehen, und sechs Männer von „den Beschnittenen“ (gläubige Pharisäer) gingen mit ihm. Kephas hatte „Gemeinschaft“ mit den gläubigen Phari-sä¬ern. Doch während er predigte, fiel der Heilige Geist auf alle, die ihn hörten, und die aus der Beschneidung, welche glaubten, waren erstaunt.

Ma’asei (Apostelgeschichte) 10:44-45
44 Während Kepha noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die das Wort hörten.
45 Und alle Gläubigen aus der Beschneidung, die mit Kepha gekommen waren, gerieten außer sich vor Staunen, dass die Gabe des Heiligen Geistes auch über die Heiden ausgegossen wurde.

Rabbinische Pharisäer glauben, dass Heiden nur zum Judentum konvertieren können, indem Sie einem bestimmten Rechtsprozess folgen. Im ersten Jahr¬hun-dert wurde dieser der Brauch Moshes genannt (der zur Thora gegensätzlich war). Heute spricht man von dem Giur-Prozess. Während des Giur-Prozesses müssen Neubekehrte zuerst Unterricht nehmen, um die rabbi¬ni-sche Interpretation der Thora zu lernen. Dann, nachdem die rabbinischen Lehren in sie hineinindoktriniert wurden, dürfen sie physisch beschnitten werden. Im rabbinischen Gedankengut haben sie sich nun der rabbinischen Autorität untergeordnet, wenn sie dieses rabbinische Verfahren befolgten, und sind daher nun in YAHWEH’S/ יהוה Gunst (d. h. sie seien errettet). Deshalb waren die Beschnittenen erstaunt, als YAHWEH/ יהוה Seinen Geist auf die unbeschnittenen Heiden (wie bei Kornelius und seinem Haus) ausgoss, die diese rabbinische Tradition nicht befolgten.

Menschen wollen nichts von ihrer Macht oder Position verlieren, sodass nun diejenigen aus der rabbinischen Beschneidung Kepha, als er nach Judäa zurückkam, Vorwürfe machten und mit ihm stritten.

Ma’asei (Apostelgeschichte) 11:1-3
1 Und die Apostel und die Brüder, die in Judäa waren, hörten, dass auch die Heiden das Wort Elohim’s angenommen hatten.
2 Und als Kepha nach Yerushalayim hinaufkam, machten die aus der Beschneidung ihm Vorwürfe
3 und sprachen: „Zu unbeschnittenen Männern bist du hin¬ein¬ge¬gangen und hast mit ihnen gegessen!“

Kepha erklärte nun das Ganze von Anfang an; nämlich wie Elohim ihm gezeigt hatte, dass er keinen Menschen gemein oder unrein nennen solle, und wie YAHWEH/ יהוה den Geist auf Kornelius und sein Haus ausgegossen hat. Dann fragte er sie, ob sie ihn versuchen wollten, gegen das zu gehen, was Elohim tat.

Ma’asei (Apostelgeschichte) 11:15-18
15 „Als ich aber zu reden anfing, fiel der abgesonderte Geist auf sie, gleichwie auf uns am Anfang.
16 Da gedachte ich an das Wort des Herrn, wie er sagte: Yochanan hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem abgesonderten Geist getauft werden.
17 Wenn nun Elohim ihnen die gleiche Gabe verliehen hat wie auch uns, nachdem sie an Yeshua Mashiach gläubig geworden sind, wer war ich denn, dass ich Elohim hätte wehren können?
18 Als sie aber das hörten, beruhigten sie sich und priesen Elohim und sprachen: „So hat denn Elohim auch den Heiden die Buße zum Leben gegeben!“

Nach diesen Ereignissen goss YAHWEH/ יהוה seinen Geist auf eine Menge hellenisierter (reformierter) Gläubige in Antiochien (die auch den rabbinischen Bräuchen nicht gehorchten) aus – so sandten die Apostel BarNaba (Barnabas) dorthin.

Ma’asei (Apostelgeschichte) 11:19-25
19 Die nun, welche sich zerstreut hatten seit der Verfolgung, die sich wegen Stephanus erhoben hatte, zogen bis nach Phönizien und Zypern und Antiochia und redeten das Wort zu niemand als nur zu Juden.
20 Unter ihnen gab es aber einige, Männer aus Zypern und Kyrene, die, als sie nach Antiochia kamen, zu den Griechischsprechenden redeten und ihnen das Evangelium von Yeshua verkündigten.
21 Und die Hand YAHWEH’S/ יהוה war mit ihnen, und eine große Zahl wurde gläubig und bekehrte sich zu YAHWEH/ יהוה.
22 Es kam aber die Kunde von ihnen zu den Ohren der Gemeinde in Yerushalayim, und sie sandten BarNaba, dass er hingehe nach Antiochia.
23 Und als er ankam und die Gnade Elohims sah, freute er sich und ermahnte alle, mit festem Herzen bei dem Herrn zu bleiben;
24 denn er war ein guter Mann und voll abgesonderten Geistes und Glaubens; und es wurde dem Herrn eine beträchtliche Menge hinzugetan.
25 Und BarNaba zog aus nach Tarsus, um Sha’ul aufzusuchen.

Es ist erstaunlich, wie hartnäckig und halsstarrig Menschen sein können, wenn ihre Macht und Position auf dem Spiel steht. Auch wenn YAHWEH/ יהוה deutlich zeigte, dass Er die rabbinische Autorität nicht respektiert (wie im Fall Kornelius), kamen die gläubigen Pharisäer dennoch nach Antiochia und sagten den hellenisierten Gläubigen, dass wenn sie nicht dem rabbinischen Giur-Prozess folgen, sie nicht errettet werden könnten. In dieser Passage ist der Giur-Prozess Brauch Moshes genannt (der aber nichts mit der Thora von Moshe zu tun hat). In Vers 5 werden die rabbinischen Gläubigen „Sekte der gläubigen Pharisäer“ genannt. Dies ist die gleiche spirituelle Gruppe wie rabbinische „Beschnit¬tene, die glaubten“.

Ma’asei (Apostelgeschichte) 15:1-2
1 Wenn ihr euch nicht nach dem [rabbinischen] Gebrauch Moshes [d. h. Giur-Prozess] beschnei-den lasst, so könnt ihr nicht gerettet werden!
2 Da nun Zwiespalt aufkam und Sha’ul und BarNabas eine nicht geringe Auseinandersetzung mit ihnen hatten, bestimmten sie, dass Sha’ul und BarNabas und einige andere von ihnen wegen dieser Streitfrage zu den Aposteln und Ältesten nach Yerushalayim hinaufziehen sollten.

Die Wanderung dauerte zwei oder drei Wochen, um von Antiochien nach Yerushalayim zu reisen, und wir dürfen nicht vergessen, dass in alten Zeiten Straßenreisen gefährlich sein konnten. Es gab oft Banditen und Diebe – jedoch scheinen Sha’ul und BarNabas gefühlt zu haben, dass die Aussicht auf eine Glaubenseinheit die Reise wert war. Es scheint wichtig gewesen zu sein, dass alle Hirten ihre Schafe auf den richtigen Weg führen, und dies darum, weil Schafe diesem Unterhirten folgen – und falls all die Unterhirten ihre Schafe nicht in dieselbe Richtung führen, würde die Herde bald geteilt sein (sozusagen würde der Leib Mashiach’s geteilt sein).

Ma’asei (Apostelgeschichte) 15:4-5
4 Als sie aber nach Yerushalayim kamen, wurden sie von der Gemeinde, den Aposteln und den Ältesten empfangen und berichteten alles, was Elohim mit ihnen gewirkt hatte.
5 Aber einige von der Richtung der Pharisäer, die gläubig geworden waren, standen auf und sprachen: „Man muss sie beschneiden und ihnen gebieten, die Thora Moshes zu halten!“

Die von den rabbinischen Gläubigen vorgeschlagene Ordnung ist die gleiche, wie die Ordnung des rabbinischen Giur-Prozesses:

1. Die rabbinische Interpretation der Thora lehren
2. Beschneidung nach rabbinischem Brauch
3. Das rabbinische Thora-Gesetz halten

Wir haben bereits gesehen, dass die rabbinische Ordnung aus der levitischen Ordnung entstand, während Yeshua’s Priestertum auf der Ordnung Melchizedeks basiert. Wenn das der Fall ist, würde es nicht funktionieren den Rabbis zu erlauben, rabbinische (d. h. levitische) Befehlsgewalt innerhalb der Ordnung Melchizedeks geltend zu machen; doch die Rabbiner waren zäh und würden nicht so leicht ihre vermeintliche Autorität aufgeben. Und hier sollten wir nun beachten, dass diese rabbinischen Pharisäer, die glaubten die [damalige] Analogie zu den heutigen rabbinisch-mes¬si-a¬nischen Juden sind. Dies sind also die Juden, die Yeshua als Mashiach angenommen haben, doch immer noch an die rabbinische Autorität glauben und den Talmud als maßgeblich betrachten. Das ist ziemlich paradox, da Yeshua nie etwas Gutes über die rab¬bi¬ni¬sche Ordnung oder über ihre vom Menschen ge¬schaf¬fenen Traditionen und Lehren (Talmud) zu sagen hatte.

Nachdem es „viel Auseinandersetzung“ gegeben hat, erhob sich Kepha, um zu sagen, dass YAHWEH/יהוה ihn ausgewählt habe, um das Evangelium den Heiden zu überbringen, und dass er keine rabbinische Autorität auferlegte; warum also versuchen die Rabbiner ein rabbinisches Joch auf den Hals der neuen Gläubigen zu legen, wenn Yeshua sie doch alle aus der rabbinischen Autorität herausgerufen hat? Schließlich ist es ihre Hoffnung, errettet zu sein aus Gunst (Gnade) durch den Glauben.

Ma’asei (Apostelgeschichte) 15:6-11
6 Da kamen die Apostel und die Ältesten zu¬sam-men, um diese Sache zu untersuchen.
7 Nachdem aber eine große Auseinandersetzung statt¬ge¬fun¬den hatte, stand Kepha auf und sprach zu ihnen: „Ihr Männer und Brüder, ihr wisst, dass Elohim lange vor diesen Tagen mitten unter uns die Heiden erwählt hat, dass sie durch meinen Mund das Wort des Evangeliums hören und zum Glauben kommen sollten.
8 Und Elohim, der die Herzen kennt, legte für sie Zeugnis ab, indem er ihnen den abgesonderten Geist gab gleichwie uns;
9 und Er machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen, nachdem er ihre Herzen durch den Glauben gereinigt hatte.
10 Weshalb versucht ihr denn jetzt Elohim, indem ihr ein Joch [rabbinische Traditionen] auf den Nacken der Jünger legt, das weder unsere Väter noch wir tragen konnten?
11 Vielmehr glauben wir, dass wir durch die Gnade des Yeshua Mashiach gerettet werden, auf gleiche Weise wie jene.“

Anschließend berichteten Sha’ul und BarNabas alle Zeichen und Wunder, welche Elohim unter den Heiden vollbracht hat (die nicht der rabbinischen Autorität unterworfen waren).

Ma’asei (Apostelgeschichte) 15:12
12 Da schwieg die ganze Menge und hörte BarNabas und Sha’ul zu, die erzählten, wie viele Zeichen und Wunder Elohim durch sie unter den Heiden getan hatte.

Ya’akov (Jakobus) entschied schließlich, dass sie den zurückkehrenden Heiden keine „Probleme“ auferlegen sollten, indem sie ein Joch der rabbinischen Autorität auf sie legen, sondern dass sie der Versammlung einfach beitreten können, wenn sie auf die vier Dinge verzichten, von denen gesagt wird, dass man durch diese aus der Nation ausgerottet werde (Götzendienst, Unzucht, er¬würgtes [oder unreines] Fleisch und Blut). Ya’akov urteilte also, wenn sich die Heiden einfach von diesen vier Dingen fernhalten würden, dann können sie den Versammlungen beitreten, in denen sie dann auch die Thora Moshes laut vorgelesen bekamen. Auf diese Wei¬se würden die zurückkehrenden Juden und Ephraimiter mit dem Wort YAHWEH’S/ יהוה übereinkommen (und nicht in rabbinische Rechtstraditionen indoktriniert werden).

Ma’asei (Apostelgeschichte) 15:13-21
13 Nachdem sie aber zu reden aufgehört hatten, ergriff Ya’akov das Wort und sagte: „Ihr Männer und Brüder, hört mir zu!
14 Shimon hat erzählt, wie Elohim zuerst sein Augenmerk darauf richtete, aus den Heiden ein Volk für Seinen Namen an¬zu¬nehmen.
15 Und damit stimmen die Worte der Propheten überein, wie geschrieben steht:
16 »Nach diesem will ich zurückkehren und die zerfallene Hütte Davids wieder aufbauen, und ihre Trümmer will ich wieder bauen und sie wieder aufrichten,
17 damit die Übriggebliebenen der Menschen den Herrn suchen, und alle Heiden, über die mein Name ausgerufen worden ist, spricht YAHWEH/ יהוה, der all dies tut.«
18 Elohim sind alle seine Werke von Ewigkeit her bekannt.
19 Darum urteile ich, dass man denjenigen aus den Heiden, die sich zu Elohim bekehren, keine Lasten auflegen soll,
20 sondern ihnen nur schreiben soll, sich von der Verunreinigung durch die Götzen, von der Un-zucht, vom Erstickten und vom Blut zu enthalten.
21 Denn Moshe hat von alten Zeiten her in jeder Stadt solche, die ihn verkündigen, da er in den Synagogen an jedem Shabbat vorgelesen wird.“

Beachten wir die Nutzung des Wortes urteilen von Ya’akov in Vers 19. Im Hebräischen bezieht sich dieses Wort auf etwas, das Apostel und Propheten normaler-weise tun.

Wie wir in Die Thora-Regierung (The Tora Regierung) erklären, ist ein Prophet jemand, der YAHWEH’S/ יהוה Stimme hört und auch das ausspricht, was er hört. Auf diese Weise sollten auch die gesalbten Richter des Tanach (Altes Testament) ihre Urteile fällen. Sie würden sich den Fall anhören und dann auf YAHWEH’S/ יהוה Stimme hören, um zu wissen, was das [richtige] Urteil ist. Auf diese Art war das Urteil nicht ihre eigene Interpretation, sondern es war das Wort, das YAHWEH/ יהוה geredet hatte. So überrascht es uns nicht, dass Yeshua sagte, dass er es ebenso mache (indem er sprach, was Er von oben her höre, anstatt gemäß seines eigenen Willens zu sprechen).

Yochanan (Johannes) 5:30
30 „Ich kann nichts von mir selbst aus tun. Wie Ich höre, so richte Ich; und mein Gericht ist gerecht, denn Ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen des Vaters, der mich gesandt hat.“

Es gibt drei Hauptämter in Israel, der König (für die Armee), der Priester (für die spirituelle Armee) und der Prophet (für die Kommunikation mit YAHWEH/ יהוה). Gesalbte Richter mussten eine Kombination aus allen dreien sein, da sie die Nation in den Zeiten führten, in denen es keinen König gab. Apostel sind grundsätzlich Er¬neu¬erter-Bund-Richter, weil sie alle drei Aufgaben erfüllen.

Ein Unterschied zwischen dem gesalbten Richter und dem Apostel ist, dass während es zu einer Zeit immer nur einen gesalbten Richter gab, als Israel in dem Land war, musste es mehr als einen Apostel zu einem bestimmten Zeitpunkt geben, da die melchizedek‘sche Ordnung in jedes Land der Erde hineinreichen sollte. Und weil es eine einheitliche Priesterschaft sein sollte, musste es auch eine Ordnung zwischen den Aposteln geben. Diese Ordnung wurde dadurch etabliert, dass sich ein jeder dem Geist YAHWEH’S/ יהוה unterwirft und diesen dann entscheiden lässt, wer welche Position einnehmen solle. Praktischerweise musste jedoch jemand die Lei¬tung übernehmen; und in jenen Tagen war es Ya’akov.

Einige Gelehrte glauben, dass Ya’akov gewählt wurde, die Gemeinschaft zu führen, weil er Yeshua’s Halbbruder war. Doch das Problem dabei ist, dass Yeshua ja noch andere Halbbrüder hatte. Vielmehr erscheint es sinn¬voller, dass Ya’akov als Anführer gewählt wurde, weil er auf die Stimme des Geistes hörte und damit Weisheit zeigte. Eine wichtige Sache allerdings, die hierbei zu bemerken wäre, ist, dass er sagte, er urteilt, was auf Hebräisch bedeutet, dass er glaubte, nach YAHWEH’S/ יהוה Stimme zu sprechen.

Nicht nur hatte Yeshua die rabbinische Befehlsgewalt verurteilt, auch das Fundament der Apostel hat in Apostelgeschichte 15 die rabbinischen Behauptungen gestürzt. Die Rabbiner sind eine Fortführung der alten levitischen Ordnung, und die levitische Ordnung hat keine Befehlsgewalt in der Ordnung Melchizedeks.

Verschiedene Gruppierungen legen Apostelgeschichte 15 in verschiedenster Art aus, darum lasst uns hier deutlich sein: Apostelgeschichte 15 beschließt, dass, bevor sich die verlorenen Juden und Ephraimiter mit dem Leib Yeshua’s verbinden können und sich damit dem Volk anschließen, sie sich zunächst vom Götzen-dienst, der Unzucht, erwürgten (oder unreines) Fleisch und Blut enthalten müssen. Wenn sie sich nicht von diesen Dingen enthalten, können sie der Versamm¬lung nicht betreten, denn es würde das Lager entweihen (Beachten Sie bitte auch, dass sich die Führer nach wie vor außerhalb mit ihnen treffen konnten).

Es scheint, dass sich die Apostel bemühten, die richtigen Mittel herauszufinden, um die verlorenen und zerstreuten Stämme zurück zum Volk zu führen, ohne die Gemeinschaft zu verunreinigen. Da es die katho-lische Kirche war, die schließlich die Ordnung nach Melchizedek weltweit etablierte, so lassen Sie uns nun einen Blick auf die gesamte Entwicklung werfen, die die katholische Kirche und ihre protestantischen Töchter formen. Währenddessen werden wir einige über¬ra-schen¬¬de Dinge feststellen – darunter eine Reihe von Möglichkeiten, wie Satan erhofft, uns alle zum Stolpern zu bringen und unsere Kronen zu stehlen.

If these works have blessed you in your walk with our Messiah Yeshua, please pray about partnering with His kingdom work. Thank you. Give