Chapter 5:

Weshalb wir uns selbst nicht Rabbi nennen sollen

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Da wir uns in Synagogen versammeln, werden Sie vielleicht gefragt, ob wir Rabbiner haben. Wenn jemand nur eine kurze, einfache Antwort möchte, dann die, dass wir nur einen Rabbiner haben (nämlich Yeshua). Wenn jemand jedoch eine eher technische Antwort möchte, dann steht sie unten.

Der hebräische Begriff Rabbiner oder Rabe (רב) bedeutet reichlich oder groß. Wenn er verwendet wird, um Menschen zu bezeichnen, bezieht er sich auf einen großen Mann, einen Offizier oder einen Prinzen.

OT:7227 rab (Hase); nach OT:7231; reichlich vorhanden (in Menge, Größe, Alter, Anzahl, Rang, Qualität):
KJV – (in) reichlich (-überschüssig, -ant, -antly), Hauptmann, älter, genug, übermäßig, voll, groß (-ly, Mann, ein), Zunahme, lang (genug, [Zeit]), (tun, haben) viele (-vielfach, Dinge, eine Zeit), ([Schiff-]) Herr, mächtig, mehr, (zu, sehr) viel, multiplizieren (-tude), Offizier, oft [-mal], reichlich, bevölkerungsreich, Fürst, Prozess [der Zeit], genügen (-fasten).

Wenn man am Ende des Wortes rav oder rab ein Jod (י) hinzufügt, wird er zum besitzanzeigenden Rabbiner (רבי), was wörtlich „mein Großer“ bedeutet. Wenn Sie also jemanden Rabbiner nennen, nennen Sie ihn buchstäblich „meinen Großen“.
YAHWEH-Yeshua wird an mehreren Stellen in der Heiligen Schrift Rabbi genannt, und es ist richtig, ihn so zu nennen, denn er ist wirklich unser Großer.

Marqaus (Markus) 11:21
21 Und Petrus erinnerte sich und sprach zu ihm: Rabbi, sieh, der Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt.

Yeshua sagt uns jedoch ganz klar, dass wir nicht Rabbiner genannt werden sollen, und die Gründe, die er nennt, sind sehr klar. Er sagt, dass die Schriftgelehrten und die Pharisäer es liebten, Rabbiner genannt zu werden, weil sie sich über das Volk erheben. Dennoch sollten wir uns niemals Rabbiner nennen (Vers 8, unten), denn YAHWEH-Yeshua ist unser Meister, und wir sind alle Brüder.

Mattityahu (Matthäus) 23:1-12
1 Da redete Yeshua zu dem Volk und zu seinen Jüngern
2 und sprach: Auf dem Stuhl des Moshe sitzen die Schriftgelehrten und die Pharisäer.
3 Alles nun, was sie euch sagen, das tut und haltet; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht handeln; denn sie sagen’s zwar, tun’s aber nicht.
4 Sie binden schwere und unerträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf die Schultern; aber sie selbst wollen keinen Finger dafür rühren.
5 Alle ihre Werke aber tun sie, damit sie von den Leuten gesehen werden. Sie machen ihre Gebetsriemen breit und die Quasten an ihren Kleidern groß.
6 Sie sitzen gern obenan beim Gastmahl und in den Synagogen
7 und haben’s gern, dass sie auf dem Markt gegrüßt und von den Leuten Rabbi genannt werden.
8 Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer ist euer Meister; ihr aber seid alle Brüder.
9 Und ihr sollt niemand euren Vater nennen auf Erden; denn einer ist euer Vater: der im Himmel.
10 Und ihr sollt euch nicht Lehrer nennen lassen; denn einer ist euer Lehrer: Yeshua.
11 Der Größte unter euch soll euer Diener sein.
12 Wer sich selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.

Das ägyptisch-babylonische Modell ist für diejenigen gedacht, die über größere Fähigkeiten und Macht verfügen, um sich über das Volk zu erheben und das Volk zu ihrem Diener zu machen. Yeshua’s Modell ist jedoch das genaue Gegenteil. In der Welt von YAHWEH-Yeshua dienen die Starken den Schwachen (und nicht umgekehrt). Die Starken und Weisen und Fähigen nehmen den niedrigen Platz ein und erniedrigen sich selbst als Diener. In der Zwischenzeit soll das Volk dies erkennen und respektieren und es in seinem Dienst am Volk unterstützen. Dazu ist es jedoch nicht erforderlich, selbstgefällige Titel wie Rabbiner anzunehmen.

Ausrede, Ausreden

Yeshua’s Worte sind sehr deutlich. Es gibt nichts Kryptisches daran. Er spricht nicht in Gleichnissen, sondern in klarer Sprache. Doch während Yeshua’s Worte sehr klar sind, kann man alle möglichen Entschuldigungen dafür hören, dass er den Titel Rabbiner angenommen hat.

Eine Ausrede, die man hören kann, ist, dass Yeshua unser Vorbild ist, und wir sollen Ihn in allem nachahmen, und da Er Rabbi genannt wird, sollten wir auch Rabbi genannt werden. Dies steht jedoch im Widerspruch zu dem, was Yeshua gesagt hat.

Eine andere Entschuldigung, die Sie vielleicht hören, ist, dass wir alle unsere irdischen Väter „Vater“ nennen, so dass Yeshua nicht wirklich gemeint haben kann, was Er sagte (und deshalb ist es in Ordnung, wenn wir uns Rabbiner nennen). Das Problem hier ist, dass das Argument aus dem Zusammenhang gerissen ist. Der Kontext besteht nicht darin, dass wir unsere biologischen Väter nicht respektieren sollten, indem wir sie Väter nennen, sondern dass wir in einem religiösen Kontext niemanden Vater nennen sollten (wie es der Papst tut). Und in ähnlicher Weise wird uns gesagt, dass wir in einem religiösen Kontext nicht Rabbi (mein Großer) genannt werden sollen. Also noch einmal, dieses Argument ist das Gegenteil von dem, was Yeshua gesagt hat.

Ein demütiges Herz des Gehorsams? (Oder auch nicht?)

Yeshua ist nicht kryptisch. Er spricht nicht in Gleichnissen. Er erklärt, dass wir Titel wie „Großer“ nicht für uns selbst nehmen sollen, denn das ist, um uns selbst zu erheben. Das ist das Gegenteil von dem, was er von uns will, nämlich uns selbst zu erniedrigen (Vers 12).

Es ist nichts Demütiges daran, die Worte Yeshua’s wegerklären zu wollen.

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