Chapter 9:

Die Nation wird geteilt

This post is also available in: English Español Indonesia српски Français Nederlands Português Italiano

Nachdem Joseph starb kamen neue Könige auf, die von all dem, was Joseph für Ägypten Gutes getan hatte, nichts wussten. Die neuen Könige fürchteten sich vor den Kindern Israels und entschieden sich, diese in harte Knechtschaft zu nehmen.

Nach 430 Jahren [Knechtschaft] in Ägypten sandte יהוה einen Mann namens Moshe (Mose), um die Kinder Israels dort herauszuführen. Er brachte sie durch das Rote (Schilf-) Meer bis zur Wüste Sinai. Fünfzig Tage, nachdem sie Ägypten verlassen hatten, wurde ihnen am Fuße des Berges Sinai die Torah gegeben. Dies stellte ihre Verlobung dar. Zu diesem Zeitpunkt wurde ihnen gesagt, dass sie ins verheißene Land, nämlich in das Land Kanaan, gebracht würden.

Moshe schickte zwölf Männer, um das Land auszu­kund­schaften. Jedoch brachten nur Kaleb, der Sohn Jephunnes (aus dem Stamm Juda), und Joshua, der Sohn Nuns (aus dem Stamm Ephraim), eine frohe Botschaft (Evangelium) zurück.

Bemidbar (4. Moshe) 14:6-7
6 Und Yoshua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, die auch das Land erkundet hatten, zerrissen ihre Kleider,
7 und sie sprachen zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israels: „Das Land, das wir durchzogen haben, um es aus­zu­kund­schaf­ten, ist ein sehr, sehr gutes Land!“

Es ist symbolisch, dass die zwei Spione, die eine gute Nachricht zurückbrachten, aus den Stämmen Juda und Ephraim sind. Diese zwei Stämme repräsentieren die zwei Häuser (Juda im Süden, und Ephraim im Norden).

Als Moshe starb, wurde Yoshua (Josua) beauftragt, die Kinder Israels bei der Eroberung des Landes Kanaan anzuführen. Daran schloss das Zeitalter der Richter an (wie im Buch Richter aufgezeichnet). Während dieser Zeit fehlte den Stämmen eine starke zentrale Führung, weswegen die Nation sehr schwach war. Jeder tat, was gut war in seinen Augen (anstatt das zu tun, was in den Augen יהוהs recht war).

Shophtim (Richter) 17:6
6 Zu jener Zeit gab es keinen König in Israel; jeder tat, was recht war in seinen Augen.

Nach der Ära der Richter kam das Zeitalter der Könige auf. Nachdem die Regentschaft König Sha’uls (Saul) ein Ende fand, vereinigte König David die Kinder Israels, besiegte die Feinde Israels und führte sie zurück zu ihrem ehelichen Bund (die Torah). Damit war der Standard für einen Mashiach (der Gesalbte) festgelegt, weshalb David ein Typus des Messias ist. Ein Grund, warum unsere jüdischen Geschwister Yeshua ab­lehn­ten ist, weil sie nicht erkennen konnten, wie Er in das selbige Muster hinein passte.

Wie wir in Offenbarung und die Endzeit (Openbaring en de Eindtijden) erklären, sammelt Yeshua die ver­lo­ren­en und zerstreuten Stämme aus Israel durch Seinen Geist für die kommende Schlacht bei Armageddon (welche die Ephraimiter gewinnen werden). Nach diesem Sieg werden sie zu ihrem Bund und in das Land Israel zurückgeführt. Allerdings geschieht die Samm­lung für diese letzte Schlacht sehr langsam, über Ge­ne­ra­tionen hinweg. Und weil es so langsam von­statten­geht, konnten unsere jüdischen Geschwister nicht verstehen, wieso Er der prophezeite Mashiach ist.

Als König David starb, regierte sein Sohn Salomo an seiner Stelle. Jedoch gehorchte Salomo der Torah nicht, indem er sich fremde Frauen nahm. Denken wir daran, dass die Schrift Menschen nach der Anbetung ein­ord­net, sodass das Problem nicht war, dass seine Frauen Ausländerinnen waren, sondern dass sie fremde Götter anbeteten. Als Salomo seinen Frauen gefallen wollte, opferte er ihren falschen Göttern; dies machte יהוה sehr wütend (Vers 9) und Er versprach, Salomo zu bestrafen.

Melachim Aleph (1. Könige) 11:1-13
1 Aber der König Salomo liebte viele fremde Frauen neben der Tochter des Pharao: moabitische, ammonitische, edomitische, zidonische und he­ti­tische,
2 aus den Heidenvölkern, von denen יהוה den Kindern Israels gesagt hatte: „Geht nicht zu ihnen und lasst sie nicht zu euch kommen, denn sie werden gewiss eure Herzen zu ihren Göttern wenden!“ An diesen hing Salomo mit Liebe.
3 Und er hatte 700 fürstliche Frauen und 300 Neben­frauen; und seine Frauen verleiteten sein Herz.
4 Und es geschah zu der Zeit, als Salomo alt geworden war, da wendeten seine Frauen sein Herz anderen Göttern zu, sodass sein Herz nicht mehr ungeteilt mit יהוה, seinem Elohim, war wie das Herz seines Vaters David.
5 So lief Salomo der Astarte nach, der Gottheit der Zidonier, und Milkom, dem Gräuel der Ammoniter.
6 Und Salomo tat, was böse war in den Augen יהוהs, und er folgte יהוה nicht völlig nach wie sein Vater David.
7 Auch baute Salomo eine Höhe für den Kemosch, dem Gräuel der Moabiter, auf dem Berg, der östlich von Yerushalayim liegt, und für den Moloch, dem Gräuel der Ammoniter.
8 Und ebenso machte er es für alle seine ausländischen Frauen, die ihren Göttern räucherten und opferten.
9 Da wurde יהוה zornig über Salomo, weil sein Herz sich ab­ge­wandt hatte von יהוה, dem Elohim Israels, der ihm zweimal erschienen war,
10 ja, der ihm gerade wegen dieser Sache das Gebot gegeben hatte, dass er nicht anderen Göttern nachwandeln solle; aber er beachtete nicht, was ihm יהוה geboten hatte.
11 Darum sprach יהוה zu Salomo: „Weil dies von dir geschehen ist und du Meinen Bund nicht bewahrt hast, noch Meine Satzungen, die Ich dir geboten habe, so will Ich dir gewiss das Königreich entreißen und es deinem Knecht geben!
12 Doch zu deiner Zeit will Ich es nicht tun, um deines Vaters David willen; der Hand deines Sohnes will Ich es entreißen.
13 Nur will Ich ihm nicht das ganze Reich entreißen; einen Stamm will Ich deinem Sohn geben, um Meines Knechtes David und um Yerushalayims willen, das Ich erwählt habe!“

יהוה hatte ursprünglich dem David versprochen, dass nach ihm Salomo regieren wird; und anstatt die Regentschaft vom Haus Juda wegzunehmen, während Salomo noch lebte, entschied sich יהוה dafür, diese wegzunehmen, wenn Salomos Sohn Rehabeam regiert. Die Regentschaft wurde Jerobeam, dem Diener Salomos aus dem nördlichen Haus von Ephraim/Israel, gegeben. יהוה sandte einen Propheten namens Achijah, um Jerobeam zu verkünden, dass ihm die Herrschaft über die zehn nördlichen Stämme gegeben werden wird. So würde Salomos Sohn Rehabeam lediglich über zwei Stämme regieren (Juda und Benjamin bzw. das Haus Juda oder „die Juden“).

Melachim Aleph (1. Könige) 11:29-35
29 Es geschah aber zu jener Zeit, als Jerobeam aus Yerushalayim wegging, da fand ihn der Prophet Achija von Silo auf dem Weg; der hatte ein neues Obergewand an, und sie waren beide allein auf dem Feld.
30 Und Achija nahm das neue Ober­gewand, das er an hatte, und zerriss es in zwölf Stücke;
31 und er sprach zu Jerobeam: „Nimm dir zehn Stücke!“ Denn so spricht יהוה, der Elohim Israels: „Siehe, Ich will das Königreich der Hand Salomos entreißen und dir die zehn Stämme geben
32 – einen Stamm aber soll er haben, um Meines Knechtes David und um der Stadt Yeru­sha­layim willen, die Ich aus allen Stämmen Israels erwählt habe –,
33 deshalb, weil sie mich verlassen haben und Astarte, die Gottheit der Zidonier, Kemosch, den Gott der Moabiter, und Milkom, den Gott der Ammoniter, angebetet haben und nicht in Meinen Wegen gewandelt sind, um zu tun, was recht ist in meinen Augen, nach Meinen Satzungen und Rechten, wie es sein Vater David getan hat.
34 Doch will Ich nicht das ganze Reich aus seiner Hand nehmen, sondern Ich will ihn als Fürst belassen sein Leben lang, um Meines Knechtes David willen, den Ich erwählt habe, der Meine Gebote und Satzungen befolgt hat.
35 Aber Ich will das Königreich aus der Hand seines Sohnes nehmen und es dir geben, die zehn Stämme.“

יהוה ließ durch Achijah dem Jerobeam sagen, dass Er David geliebt hat, weil er Seine Gebote gehalten hat – und wenn Jerobeam Seine Gebote auch hält, dann würde ihm das Haus Israel als ein „dauerhaftes Haus“ gegeben werden.

Melachim Aleph (1. Könige) 11:37-39
37 „So will Ich nun dich nehmen, und du sollst regieren über alles, was deine Seele begehrt, und König sein über Israel.
38 Und es wird geschehen, wenn du nun allem gehorchst, was Ich dir gebieten werde, und in Meinen Wegen wandelst und tust, was in Meinen Augen recht ist, sodass du Meine Satzungen und Meine Gebote befolgst, wie es Mein Knecht David getan hat, so will Ich mit dir sein und dir ein beständiges Haus bauen, wie Ich es David gebaut habe, und Ich will dir Israel geben!
39 Und Ich will den Samen Davids [die Juden] deswegen demütigen, doch nicht für immer.“

יהוה versprach, dass Er Ephraim/Israel zu dem neuen führenden Haus machen würde, wenn es Seine Gebote hält. Wenn es Seine Gebote/Torah jedoch nicht hält, würde es dann nicht mehr das führende Haus sein.

In 1. Könige 12 rebellierte das Haus Israel gegen König Rehabeam, und sie machten Jerobeam zu ihrem neuen König. König Jerobeam wusste, dass er die Menschen dahinführen sollte, die Torah zu halten, doch er stand vor einem Dilemma, da die Torah verlangt, dass alles Männliche dreimal im Jahr hoch nach Yerushalayim kommen solle. Yerushalayim befand sich jedoch im Territorium Rehabeams. Wenn das Volk nun Jahr für Jahr nach Yerushalayim hoch ginge, könnte dessen Loyalität möglicherweise wieder dem König Rehabeam zufallen und es würde ihn (Jerobeam) umbringen.

Melachim Aleph (1. Könige) 12:26-27
26 Jerobeam aber dachte in seinem Herzen: „Das Königreich wird nun wieder dem Haus Davids [Juda] zufallen!
27 Wenn dieses Volk hinaufziehen wird, um im Haus יהוה in Yerushalayim Opfer darzubringen, so wird sich das Herz dieses Volkes wieder zu ihrem Herrn wenden, zu Rehabeam, dem König von Juda; ja, sie werden mich töten und sich wieder Rehabeam, dem König von Juda, zuwenden!“

Also trat Jerobeam mit einem Plan auf, der zahlreiche prophetische Parallelen zur torahlosen christlichen Kirche hat.

Melachim Aleph (1. Könige) 12:28-33
28 Darum hielt der König Rat und machte zwei goldene Kälber und sprach zu dem Volk: „Es ist zu viel für euch, nach Yerushalayim [für die Feste] hinaufzuziehen! Siehe, das sind deine Götter, Israel, die dich aus dem Land Ägypten heraus­geführt haben!“
29 Und er stellte das eine in Bethel auf, und das andere setzte er nach Dan.
30 Aber diese Tat wurde [für Israel] zur Sünde; und das Volk lief zu dem einen [Kalb] bis nach Dan.
31 Er machte auch ein Höhenheiligtum und setzte aus dem ganzen Volk Leute zu Priestern ein, die nicht von den Söhnen Levis waren.
32 Ferner ordnete Jerobeam ein Fest an, am fünfzehnten Tag des achten Monats, wie das Fest in Juda, und opferte auf dem Altar. Ebenso machte er es in Bethel, indem er den Kälbern opferte, die er gemacht hatte; und er ließ in Bethel die Priester der Höhen den Dienst verrichten, die er eingesetzt hatte.
33 Und er opferte auf dem Altar, den er in Bethel gemacht hatte, am fünfzehnten Tag des achten Monats, des Monats, den er aus seinem eigenen Herzen erdacht hatte; und er veranstaltete den Kindern Israels ein Fest und opferte auf dem Altar und räucherte.

Jerobeam schob die Herbstfeste nach hinten (vom siebten auf den achten Monat), errichtete falsche An­betungshäuser und außerdem sichtbare Objekte der Anbetung (Götzen) für das Volk. Er machte auch jeder­mann zum Priester (d. h. nicht nur von den Söhnen Levis). Und obwohl sein neues religiöses System von der Torah abwich, erklärte er dem Volk, dass es legitim wäre.

Jerobeams Nordreich (Ephraim) wurde zum neuen führenden Haus – doch nur für eine gewisse Zeit. Das Muster, welches im Garten Eden etabliert wurde, ist: Wenn wir Seine Gebote befolgen, segnet Er uns und lässt uns in Seinem Land wohnen. Da das Volk Seine Gebote nun aber nicht mehr befolgte, wurde es ihnen auch nicht mehr gestattet, in Seinem verheißenen Land wohnen zu dürfen (weil sie es verunreinigten).

Punkt für Punkt wird die christliche Kirche später dieses Muster befolgen, wenn sie behauptet, dass sie das „Neue Israel“ ist. Die Kirche verlegte die Herbstfeste noch weiter nach hinten (nämlich in den Winter). Sie verschoben den Ort der Anbetung von Yerushalayim nach Rom und errichteten einen falschen Tempel. Sie etablierten Götzen (Statuetten und Götzenbilder) inner­halb des Tempels und besetzten diesen mit Priestern irgendwelcher Linien (nur nicht mit der Linie Levis). Zusam­menfassend machten sie falsche Festtage, falsche Feststätten, gründeten ein falsches Priestertum und errichteten sichtbare Objekte der Anbetung (Götzen).

In den kommenden Kapiteln werden wir sehen, wie יהוה viele Propheten zu den Ephraimitern sandte, um ihnen zu sagen, dass sie umkehren sollen, da sie sonst in alle vier Ecken der Erde zerstreut werden würden. Und weil sie doch nicht umkehrten, zerstreute sie יהוה – genauso, wie Er es versprochen hatte. Doch selbst aus den entferntesten Ecken der Erde wird יהוהs Geist anfangen, den Überrest Seines Volkes zurück nach Hause zu bringen.

Bevor wir untersuchen, wie der Überrest gesammelt wird, lassen Sie uns mehr darüber erfahren, wie die Ephraimiter zerstreut werden sollten; denn das wird viele Geheimnisse aufdecken, die noch vor uns liegen.

If these works have been a help to you and your walk with our Messiah, Yeshua, please consider donating. Give