Chapter 15:

Purim Überdenken

YAHWEH gebot uns sieben Hauptfeste in der Thora, jedoch sind Chanukka und Purim nicht unter diesen. Wir haben diese zwei Feste in dieses Buch aufgenommen, weil viele aus Seinem Volk diese Feste feiern: und lasst uns mal hinterfragen, „warum hält Sein Volk diese Feste?“ YAHWEH hat Seine Feste in der Thora festgesetzt, und nirgendwo gebietet Er, dass Menschen die Vollmacht haben werden zu Seinem Kalender hinzuzufügen (sogar das Gegenteil ist der Fall). Jedoch halten viele aus Seinem Volk menschengemachte Feste wie Chanukka und Purim (sowie Erntedankfest und andere Feste) nun lasst uns an dieser Stelle darüber reden. Wenn die Purimgeschichte stimmt, können wir etwas wichtiges Lernen, da YAHWEH dazu neigt in bestimmten Muster zu arbeiten und Geschichte wiederholt sich.

Wie wir im letzten Kapitel gesehen haben, ist Chanukka die Geschichte des Widerstands unserer Jüdischen Brüder gegen die Seleukiden gewesen, sie wollten, dass die Juden sich anpassen sollten um dann diejenigen auszurotten, die sich nicht anpassten. Im Gegensatz dazu, ist Purim die Geschichte, wie YAHWEH unsere Jüdischen Brüder von denen erlöst hat, die sie geradezu zu vernichten suchten. YAHWEH’S Name wird nie in der Purimgeschichte erwähnt, außer in Akrostichon; aber wenn die Geschichte wahr ist, scheint es klar zu sein, dass YAHWEH der einzige war, der die Juden vor der Zerstörung durch die Babylonier hätte retten können, vor der geplanten Zerstörung gegen sie.

Um eine Perspektive zu gewinnen, lasst uns zurück kehren in die Geschichte, um 586 v. Chr. YAHWEH schickt Nebukadnezar, König von Babylon gegen die Juden ins Exil aufgrund ihres Versagens der ganzen Thora zu folgen, insbesondere im Hinblick auf die Ruhe des Landes in den Shabbatjahren.

Divre HaYamim Bet (2. Chronik) 36:17-21
17 Da ließ Er den König der Chaldäer gegen sie heraufziehen, der tötete ihre Jungmannschaft mit dem Schwert im Haus ihres Heiligtums und verschonte weder junge Männer noch Jungfrauen, weder Alte noch Hochbetagte – alle gab er in seine Hand.
18 Und alle Geräte des Hauses Elohim’s, die großen und die kleinen, und die Schätze des Hauses YAHWEH’S und die Schätze des Königs und seiner Fürsten, alles ließ er nach Babel führen.
19 Und sie verbrannten das Haus Elohims und rissen die Mauer von Jerusalem nieder und verbrannten alle ihre Paläste mit Feuer, sodass alle ihre kostbaren Geräte zugrunde gingen.
20 Den Überrest derer aber, die dem Schwert entkommen waren, führte er nach Babel hinweg, und sie wurden ihm und seinen Söhnen als Knechte dienstbar, bis das Königreich der Perser zur Herrschaft kam.
21 So wurde das Wort YAHWEH’S durch den Mund Jeremias erfüllt: Bis das Land seine Shabbate gefeiert hat, soll es ruhen, solange die Verwüstung währt, bis 70 Jahre vollendet sind!

Nebukadnezars Nachfolger waren der Böse Merodach und dann Belsazar, der ein großes Fest gemacht hatte.

Daniel 5:1-4
1 Der König Belsazar veranstaltete für seine tausend Großen ein prächtiges Mahl und trank Wein vor den Tausend.
2 Und während er sich den Wein schmecken ließ, befahl Belsazar, man solle die goldenen und silbernen Gefäße herbeibringen, die sein Vater Nebukadnezar aus dem Tempel in Jerusalem weggenommen hatte, damit der König samt seinen Großen, seinen Frauen und seinen Nebenfrauen daraus trinken könne.
3 Da wurden die goldenen Gefäße herbeigebracht, die man aus dem Tempel, aus dem Haus Elohim’s in Jerusalem, weggenommen hatte, und der König trank daraus samt seinen Großen, seinen Frauen und seinen Nebenfrauen.
4 Sie tranken Wein und priesen die Götter aus Gold und Silber, aus Erz, Eisen, Holz und Stein.

Weil Belsazars Herz sich erhob, und weil er gezielt die Tempelgeräte verunglimpft hatte, gab YAHWEH Belsazar ein Zeichen, dass er bald sterben würde.

Daniel 5:5-6
5 Im selben Augenblick erschienen Finger einer Menschenhand, die schrieben gegenüber dem Leuchter auf die getünchte Wand des königlichen Palastes; und der König sah die schreibende Hand.
6 Da verfärbte sich das Gesicht des Königs, und seine Gedanken erschreckten ihn, und alle Kraft wich aus seinen Gliedern, und seine Knie schlotterten.

Jedoch, da niemand dieses Schreiben verstehen konnte, brachten sie den Prophet Daniel herein die Zeichnungen zu deuten.

Daniel 5:18-31
18 O König! Elohim, der Allerhöchste, hat deinem Vater Nebukadnezar das Königtum, die Majestät, die Ehre und die Herrlichkeit verliehen;
19 und wegen der Majestät, die Er ihm gab, zitterten und bebten vor ihm alle Völker, Stämme und Sprachen; denn er tötete, wen er wollte, und ließ leben, wen er wollte; er erhöhte, wen er wollte, und erniedrigte, wen er wollte.
20 Da sich aber sein Herz erhob und sein Geist übermütig wurde bis zur Vermessenheit, wurde er von seinem königlichen Thron gestürzt, und seine Würde wurde ihm genommen;
21 man verstieß ihn von den Menschenkindern, und sein Herz wurde den Tieren gleich; er wohnte bei den Wildeseln, und man fütterte ihn mit Gras wie die Ochsen, und sein Leib wurde vom Tau des Himmels benetzt, bis er erkannte, dass Elohim, der Allerhöchste, Macht hat über das Königtum der Menschen und darüber setzt, wen Er will.
22 Du aber, Belsazar, sein Sohn, hast dein Herz nicht gedemütigt, obwohl du das alles wusstest,
23 sondern du hast dich über YAHWEH des Himmels erhoben; und man hat die Gefäße Seines Hauses vor dich gebracht, und du und deine Gewaltigen, deine Frauen und Nebenfrauen, ihr habt Wein daraus getrunken, und du hast die Götter aus Gold und Silber, aus Erz, Eisen, Holz und Stein gepriesen, die weder sehen noch hören noch verstehen; den Elohim aber, in dessen Hand dein Odem und alle deine Wege sind, hast du nicht geehrt!
24 Infolgedessen wurde von Ihm diese Hand gesandt und diese Schrift geschrieben.
25 So lautet aber die Schrift, die geschrieben steht: „Mene, mene, tekel upharsin!“
26 Und das ist die Bedeutung des Spruches: „Mene bedeutet: Elohim hat die Tage deines Königtums gezählt und ihm ein Ende bereitet!
27 „Tekel“ bedeutet: Du bist auf einer Waage gewogen und zu leicht erfunden worden!
28 „Peres“ bedeutet: Dein Königreich wird zerteilt und den Medern und Persern gegeben werden!
29 Sogleich befahl Belsazar, dass man den Daniel mit Purpur bekleiden und ihm eine goldene Kette um den Hals legen und von ihm ausrufen solle, dass er der dritte Herrscher im Königreich sein solle.
30 In derselben Nacht wurde Belsazar, der König der Chaldäer, umgebracht.
31 Und Darius aus Medien erhielt das Konigreich,er war etwa etwa 62 Jahre alt.
(Anmerkung: Vers 31 wurde frei übersetzt, da dieser in der GSB fehlte)

König Darius, der Meder wurde dann durch Koresh (Kyrus) von Persien ersetzt. YAHWEH führte dann Koresh, eine Freigabe für alle Juden zu verkünden, sodass sie zurück ins Land Israel zurückkehren konnten, wenn sie es wollten. Aber nur sehr wenige taten dies.

Esra 1:1-4
1 Und im ersten Jahr des Kyrus, des Königs von Persien– damit das Wort YAHWEH’S erfüllt würde, das durch den Mund Jeremias ergangen war –, da erweckte YAHWEH den Geist des Kyrus, des Königs von Persien, sodass er durch sein ganzes Königreich, auch schriftlich, bekannt machen und sagen ließ:
2 So spricht Kyrus, der König von Persien:YAHWEH Elohim, der Elohim des Himmels, hat mir alle Königreiche der Erde gegeben, und Er selbst hat mir befohlen, ihm ein Haus zu bauen in Jerusalem, das in Juda ist.
3 Wer irgend unter euch zu Seinem Volk gehört, mit dem sei sein Elohim, und er ziehe hinauf nach Jerusalem, das in Juda ist, und baue das Haus YAHWEH, Elohim Israels – Er ist Elohim – in Jerusalem!
4 Und jeder, der noch übrig geblieben ist an irgendeinem Ort, wo er sich als Fremdling aufhält, dem sollen die Leute seines Ortes helfen mit Silber und Gold, mit Gütern und Vieh sowie freiwilligen Gaben für das Haus Elohim’s in Jerusalem!

Die Gesamtzahl der zurückgekehrten Juden war etwas mehr als 42.000, welches nur ein kleiner Prozentsatz von den Millionen von Juden sind die in Medopersien zu dieser Zeit lebten.

Esra 2:64
64 Die Gesamtzahl der ganzen Gemeinde betrug 42’360.

Diejenigen, die in das Land zurück kehrten begannen sofort mit dem Wiederaufbau des Tempels, aber ihre Bemühungen wurden von den Samaritern frustriert. Obwohl sie teilweise von Ephraim abstammen, stammen die Samariter vor allem aus ausländischen Stämmen ab, welche die früheren assyrischen Könige zur Umsiedlung und Bevölkerung in das Land gebracht haben. Die Samariter versuchten zunächst, die Jüdischen Bemühungen des Bauens zu unterstützen, aber dann versuchten sie die Juden daran zu hindern.

Esra 4:1-5
1 Als aber die Widersacher Judas und Benjamins (d.h. die Samariter) hörten, dass die Kinder der Wegführung YAHWEH, dem Elohim Israels, den Tempel bauten,
2 da kamen sie zu Serubbabel und zu den Familienhäuptern und sprachen zu ihnen: Wir wollen mit euch bauen, denn wir wollen euren Elohim suchen, gleich wie ihr. Opfern wir ihm nicht seit der Zeit Asar-Haddons, des Königs von Assyrien, der uns hierher gebracht hat?
3 Aber Serubbabel und Jeshua und die übrigen Familienhäupter Israels antworteten ihnen: Es geziemt sich nicht, dass ihr und wir miteinander das Haus unseres Elohim’s bauen; sondern wir allein wollen YAHWEH dem Elohim Israels, bauen, wie es uns der König Kyrus, der König von Persien, geboten hat!
4 Da suchte das Volk im Land die Hände des Volkes Juda schlaff zu machen und sie vom Bauen abzuschrecken.
5 Und sie warben Ratgeber gegen sie an, um ihr Vorhaben zu verhindern, solange Kyrus, der König von Persien, lebte, bis Darius, der König von Persien, zur Regierung kam.

Zwei Jahre später wurde König Koresh von König Ahasveros, auch als König Ahaschwerosch bekannt und / oder Artaxerxes abgelöst. Die Samariter schrieben ihm und sagten, dass wenn er den Juden erlaubt ihren Tempel wieder aufzubauen, würden sie bald versuchen von seiner Herrschaft abzutreten. Im Glauben an ihre Vorwürfe gab Ahasveros dann Aufträge, dass die Samariter den Bau des Tempels mit allen Mitteln aufhalten sollten: auch mit Gewalt.

Esra 4:6-24
6 Als aber Ahasveros König wurde, schrieben sie zu Anfang seiner Regierung eine Anklage gegen die Einwohner von Juda und Jerusalem.
7 Und zu den Zeiten Artasastas schrieben Bislam, Mitredat, Tabeel und ihre übrigen Genossen an Artasasta, den König von Persien. Der Brief aber war in aramäischer Schrift geschrieben und ins Aramäische übersetzt.
8 Rehum, der Statthalter, und Simsai, der Schreiber, schrieben einen Brief gegen Jerusalem an den König Artasasta, der so lautete:
9 Wir, Rehum, der Statthalter, und Simsai, der Schreiber, und ihre übrigen Genossen, die Diniter, die Apharsachiter, die Tarpliter, die Apharsiter, die Arkewiter, die Babylonier, die Susaniter, die Dehawiter, die Elamiter
10 und die übrigen Völker, die der große und berühmte Asnappar wegführte und in den Städten Samarias wohnen ließ, und in dem übrigen Gebiet jenseits des [Euphrat-]Stromes und so weiter.
11 Dies ist die Abschrift des Briefes, den sie zum König Artasasta sandten: „Deine Knechte, die Männer jenseits des Stromes, und so weiter.
12 Es sei dem König zur Kenntnis gebracht, dass die Juden, die von dir zu uns heraufgezogen waren und nach Jerusalem gekommen sind, nun die aufrührerische und böse Stadt wieder aufbauen wollen und dass sie die Mauern vollenden und die Grundfesten ausbessern wollen.
13 So sei nun dem König zur Kenntnis gebracht, dass, wenn diese Stadt wieder aufgebaut wird und die Mauern vollendet werden, sie keine Steuern, weder Zoll noch Weggeld mehr geben und so das königliche Einkommen schmälern werden.
14 Da wir nun das Salz des Palastes essen und es uns nicht geziemt, ruhig zuzusehen, wie der König geschädigt wird, so senden wir zum König und bringen es ihm zur Kenntnis,
15 damit man im Buch der Denkwürdigkeiten deiner Väter nachforsche; dann wirst du im Buch der Denkwürdigkeiten finden und erfahren, dass diese Stadt eine aufrührerische Stadt war und für die Könige und Provinzen schädlich gewesen ist, und dass man seit den ältesten Zeiten dort Aufstände verübt hat, weshalb die Stadt auch zerstört worden ist.
16 Wir machen also den König darauf aufmerksam, dass, wenn diese Stadt wieder aufgebaut wird und [ihre] Mauern vollendet werden, dir aus diesem Grund kein Teil jenseits des Stromes mehr bleiben wird!“
17 Da sandte der König eine Antwort an Rehum, den Statthalter, und Simsai, den Schreiber, und an ihre übrigen Genossen, die in Samaria wohnten, und in dem übrigen Gebiet jenseits des Stromes: Frieden! und so weiter.
18 Der Brief, den ihr an uns gesandt habt, ist mir deutlich vorgelesen worden.
19 Und ich habe Befehl gegeben, und man hat nachgeforscht und gefunden, dass diese Stadt sich von alters her gegen die Könige empört hat und dass Aufruhr und Aufstände darin verübt worden sind.
20 Auch sind mächtige Könige über Jerusalem gewesen, die über alles geherrscht haben, was jenseits des Stromes ist, und denen Steuer, Zoll und Weggeld zu entrichten war.
21 So gebt nun Befehl, dass man diesen Männern wehre, damit diese Stadt nicht gebaut wird, bis es von mir angeordnet wird!
22 Und seid hiermit gewarnt, dass ihr in dieser Sache keinen Fehler begeht! Denn warum sollte der Schaden groß werden, zum Nachteil für die Könige?
23 Als nun der Brief des Königs Artasasta vor Rehum und Simsai, dem Schreiber, und ihren Genossen verlesen worden war, eilten sie nach Jerusalem zu den Juden und wehrten ihnen mit Gewalt und Macht.
24 Damals hörte das Werk am Haus Elohim’s in Jerusalem auf, und es kam zum Stillstand bis in das zweite Jahr der Regierung des Königs Darius von Persien.

Jetzt, da wir die Geschichte verstehen, die vorher stattfand, ist die Bühne bereitet um das Buch Ester zu beginnen.

Das Buch Ester beginnt mit König Koreshs Nachfolger, König Ahasveros, der ein großes Fest veranstaltete, das 180 Tage (sechs Monate) dauerte, zu dem er Würdenträger aus seinem ganzen Königreich einlud.

Ester 1:1-4
1 Und es geschah in den Tagen des Ahasveros– desselben Ahasveros, der von Indien bis Äthiopien über 127 Provinzen regierte –,
2 in jenen Tagen, als der König Ahasveros in der Königsburg Susan auf seinem königlichen Thron saß,
3 im dritten Jahr seiner Regierung, da veranstaltete er für alle seine Fürsten und Knechte ein Festmahl, wobei die Gewaltigen von Persien und Medien, die Edlen und Obersten seiner Provinzen vor ihm waren,
4 als er den Reichtum der Herrlichkeit seines Königreichs und die kostbare Pracht seiner Majestät viele Tage zur Schau stellte, nämlich 180 Tage lang.

Babylons König war überaus wohlhabend. Er konnte eine große Party veranstalten, ohne sich um die Kosten Gedanken zu machen. Aber auch reiche Könige veranstalten gewöhnlich eine Party, nur um etwas Bestimmtes zu gedenken. Was war dem König so wichtig, dass er es für ganze sechs Monate feierte? Erinnern wir uns daran, dass er gerade die Wiederaufbaubemühungen stoppte, welches sein Vorgänger Koresh begonnen hatte, was die Prophezeiung Jeremias erfüllt über die Wiederherstellung Jerusalems. Ist es möglich, das der Grund, warum König Ahasveros so ein großes Fest veranstalte der war, dass er Jeremias Prophezeiung über die Rückkehr der Juden aus dem Exil nun als falsch erwiesen angenommen hatte?

Yirmeyahu (Jeremia) 29:10-14
10 Fürwahr, so spricht YAHWEH: Wenn die 70 Jahre für Babel gänzlich erfüllt sind, werde Ich mich euer annehmen und Mein gutes Wort, euch an diesen Ort zurückzubringen (Jerusalem), an euch erfüllen.
11 Denn Ich weiß, was für Gedanken Ich über euch habe, spricht YAHWEH, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.
12 Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und zu mir flehen, und Ich will euch erhören;
13 ja, ihr werdet Mich suchen und finden, wenn ihr von ganzem Herzen nach Mir verlangen werdet;
14 und Ich werde Mich von euch finden lassen, spricht YAHWEH. Und Ich werde euer Geschick wenden und euch sammeln aus allen Völkern und von allen Orten, zu denen Ich euch verstoßen habe, spricht YAHWEH; und Ich werde euch wieder an den Ort zurückbringen, von dem Ich euch weggeführt habe.

Jeremia hatte prophezeit, dass die Juden im Exil für 70 Jahre nach der Zerstörung des ersten Tempels sein werden. Allerdings ist es möglich, dass König Ahasveros fälschlicherweise angenommen hatte, dass die 70 Jahre früher begonnen haben, als König Nebukadnezar seinen Thron bestieg? Wenn ja, und der König Ahasveros fälschlicherweise angenommen hatte, dass die 70 Jahre der Prophezeiung Jeremias bereits abgeschlossen waren, dann würde er gesehen haben, dass er gerade ein Ende gegen die Wiederherstellung des Tempels setzte und das die meisten der Juden im Exil blieben. Könnte dies dazu geführt haben, dass König Ahasveros glaubte, dass Jeremias Prophezeiung falsch waren und dass daher YAHWEH Elohim tot war? Könnte dies der Grund für seine Party gewesen sein?

Nach der 6 Monate Feier, hielt König Ahasveros ein anderes Fest welches 7 Tage dauerte. Während dieses Festes, schenkte der König die Getränke in goldene Gefäße aus, die sich voneinander unterschieden.

Ester 1:5-7
5 Und als diese Tage vollendet waren, veranstaltete der König ein Festmahl für das ganze Volk, das sich in der Burg Susan befand, für die Großen und die Kleinen, sieben Tage lang, im Hof des Gartens beim königlichen Palast.
6 Da waren feine Vorhänge aus weißem Leinen und blauem Purpur mit Schnüren aus feinem weißem Leinen und rotem Purpur an silbernen Ringen und Säulen aus weißem Marmor aufgehängt. Goldene und silberne Ruhelager standen auf einem Steinpflaster aus grünem und weißem Marmor, Perlmutter und dunklem Marmor,
7 und man reichte die Getränke aus goldenen Gefäßen, und die Gefäße waren voneinander verschieden, und königlichen Wein gab es in Menge, nach der Freigebigkeit des Königs.

Wenn dies dieselben Tempelgefäße waren, welche früher König Belsazar zum Feiern benutzt hatte (oben), dann war König Ahasveros Zweck wahrscheinlich der, das Ende der Juden als Volk abgesondert für YAHWEH zu feiern, und die Tempelgeräte zu verunglimpfen. Wenn dem so sei, hatte YAHWEH nicht vor König Ahasveros ‚Leben so zu beenden, wie Er es bei König Belsazar getan hat. Vielmehr hatte YAHWEH eine ein wenig ironische ausgleichende Gerechtigkeit im Auge, denn obwohl er ein Antisemit war, war König Ahasveros kurz davor die Jüdin Ester zu heiraten und Darius den Perser durch sie zu zeugen.

Betrunken geworden mit Wein, rief König Ahasveros seine schöne Frau Vashti (dessen Name bedeutet: „Und trinke“) zu sich, um vor den anderen Führern seines Reiches ihre Figur zu zeigen. Vashti weigerte sich so gedemütigt zu werden; aber dies machte den König Ahasveros nur wütend, der einen Ersatz für seine Königin zu suchen begann.

Ester 2:1-4
1 Nach diesen Begebenheiten, als sich der Grimm des Königs Ahasveros gelegt hatte, dachte er an Vasti und daran, was sie getan hatte und was über sie beschlossen worden war.
2 Da sprachen die Knechte des Königs, die ihm dienten: Man suche für den König Mädchen, Jungfrauen von schöner Gestalt;
3 und der König bestimme Beamte in allen Provinzen seines Königreichs, damit sie alle Mädchen, Jungfrauen von schöner Gestalt, in die Burg Susan zusammenbringen, in das Frauenhaus, unter die Obhut Hegais, des königlichen Kämmerers, des Hüters der Frauen; und man lasse ihnen ihre Reinigungssalben geben;
4 und die Jungfrau, die dem König gefällt, die soll Königin werden an Vastis Stelle! Dieser Vorschlag gefiel dem König, und er machte es so.

Dann kommt Mordechai, ein Jude aus dem Stamme Benjamin, über den einige Gelehrte glauben, dass er verwandt sei mit König Shaul, der Sohn des Kis; und jetzt kommt noch seine schöne Adoptivtochter Hadassah, welche auch Esther (d.h. Ishtar) genannt wird. Esther zum Königspalast gebracht, rät Mordechai ihr niemandem zu sagen, dass sie Jüdin ist.

Ester 2:5-11
5 Es war aber ein jüdischer Mann in der Burg Susan, der hieß Mordechai, ein Sohn Jairs, des Sohnes Simeis, des Sohnes des Kis, welcher ein Benjaminiter war,
6 der von Jerusalem weggeführt worden war mit den Gefangenen, die mit Jechonja, dem König von Juda, hinweg geführt worden waren, die Nebukadnezar, der König von Babel, gefangen weggeführt hatte.
7 Und dieser war Pflegevater der Hadassa – das ist Esther–, der Tochter seines Onkels; denn sie hatte weder Vater noch Mutter. Diese Jungfrau aber war von schöner Gestalt und lieblichem Aussehen. Und als ihr Vater und ihre Mutter gestorben waren, hatte Mordechai sie als seine Tochter angenommen.
8 Und es geschah, als das Gebot des Königs und das Gesetz bekannt gemacht war und viele Jungfrauen in die Burg Susan unter die Obhut Hegais zusammengebracht wurden, da wurde auch Esther in das Haus des Königs geholt, unter die Obhut Hegais, des Hüters der Frauen.
9 Und das Mädchen gefiel ihm, und sie fand Gunst bei ihm. Und er sorgte dafür, dass sie ihre Reinigungssalben und ihre Verpflegung rasch erhielt; auch gab er ihr sieben auserlesene Mägde aus dem Haus des Königs. Und er wies ihr samt ihren Mägden den besten Platz im Frauenhaus an.
10 Esther aber gab ihr Volk und ihre Herkunft nicht an; denn Mordechai hatte ihr geboten, es nicht zu sagen.
11 Und Mordechai ging alle Tage vor dem Hof am Frauenhaus auf und ab, um zu erfahren, ob es Esther wohl gehe und was mit ihr geschehe.

Nach den Maßstäben der Welt, hatte das Jüdische Volk es nie besser. Mordechai war ein hochrangiger Regierungsbeamter, und seine Tochter war im Begriff, Königin des weltweit mächtigste Imperium zu werden. Wie wir weiter unten sehen werden, war der König dabei ein Fest in Esthers Namen (d.h. Ishtar / Ostern) anzuordnen. Doch wenn Mordechai und Esther wirklich so gute Juden waren, warum hat keiner von ihnen die Chance genutzt wieder zurück in das Land Israel zu kehren, als YAHWEH ihnen die Chance dazu gegeben hatte, unter König Koresh (Cyrus)? Warum würde Mordechai daran denken eine Ehe zwischen seiner Tochter und einem Heiden wie König Ahasveros zu arrangieren? Und warum sollte sie zustimmen? Warum in der Tat, zumal Esther sich noch nicht einmal sicher fühlte, ihre Staatsangehörigkeit preiszugeben .

Esther 2:16-20
16 Und Esther wurde zum König Ahasveros in sein königliches Haus geholt im zehnten Monat, das ist der Monat Thebet, im siebten Jahr seiner Regierung.
17 Und der König gewann Esther lieber als alle anderen Frauen, und sie fand Gnade und Gunst vor ihm, mehr als alle Jungfrauen; und er setzte die königliche Krone auf ihr Haupt und machte sie zur Königin an Vastis Stelle.
18 Und der König veranstaltete für alle seine Fürsten und Knechte ein großes Festmahl, das Festmahl der Esther. Und er gewährte in den Provinzen eine Steuererleichterung und teilte eine [Korn-]Spende aus mit königlicher Freigebigkeit.
19 Und als man zum zweiten Mal Jungfrauen zusammenbrachte, saß Mordechai im Tor des Königs.
20 Esther aber hatte weder ihre Herkunft noch ihr Volk angegeben, wie ihr Mordechai geboten hatte. Denn Esther handelte nach der Weisung Mordechais, wie zu der Zeit, als sie noch von ihm erzogen wurde.

Mordechai saß im Tor des Königs und eines Tages, als er dasaß belauschte er zwei der Palastwachen, welche sich verschworen hatten gegen dem König Ahasveros um ihn zu töten. Mordechai sagte es Esther, und sie sagte es ihrem Mann dem König und Mordechais Loyalität wurde dann in den königlichen Chroniken aufgezeichnet.

Esther 2:21-23
21 In jenen Tagen, als Mordechai im Tor des Königs saß, gerieten die zwei Kämmerer des Königs, welche die Schwelle hüteten, Bigtan und Teres, in Zorn und trachteten danach, Hand an den König Ahasveros zu legen.
22 Das wurde dem Mordechai bekannt, und er sagte es der Königin Esther; Esther aber sagte es dem König in Mordechais Namen.
23 Da wurde die Sache untersucht und als wahr erfunden, und die beiden wurden an ein Holz gehängt; und dies wurde vor dem König in das Buch der Chronik geschrieben.

Seltsamerweise, wurde Mordechai nicht belohnt. Könige verlassen sich auf Hinweise von ihren Untertanen um sicher zu bleiben, und um ihre Macht beizubehalten. Doch aus irgendeinem Grund, belohnte der König Mordechai nie dafür, dass er ihn informiert hatte.

Bis jetzt ist die Handlung nicht eines von abgesonderten, sondern von profanem Verhalten. Nur 42.000 der vielen Millionen von Juden die in Babylon lebten, entschlossen sich wieder nach Hause in YAHWEH’S Land zurückzukehren, als sie die Gelegenheit dazu hatten. Stattdessen entschieden sich die meisten Juden, einschließlich der Held und der Heldin unserer Geschichte, in Babylon zu bleiben. Sie wurden mit der lokalen Bevölkerung verheiratet und trafen auch Vorbereitungen, um in (royal) Heidnischen Linien rein zu heiraten. Doch trotz all dieser profanen Verhaltensweisen, hat Mordechai nie seine Identität als Israelit verloren. In Esther Kapitel Drei, weigerte sich Mordechai sogar, sich vor einem hochrangigen Regierungsbeamten namens Haman zu verbeugen, vielleicht weil dieser von Agag, dem König von Amalek abstammt.

Esther 3:1-7
1 Nach diesen Begebenheiten erhob der König Ahasveros Haman, den Sohn Hamedatas, den Agagiter, zu höherer Macht und Würde und setzte ihn über alle Fürsten, die bei ihm waren.
2 Und alle Knechte des Königs, die im Tor des Königs waren, beugten die Knie und fielen vor Haman nieder; denn der König hatte es so geboten. Aber Mordechai beugte die Knie nicht und fiel nicht nieder.
3 Da sprachen die Knechte des Königs, die im Tor des Königs waren, zu Mordechai: Warum übertrittst du das Gebot des Königs?
4 Und es geschah, als sie dies täglich zu ihm sagten und er ihnen nicht gehorchte, sagten sie es Haman, um zu sehen, ob man Mordechais Begründung gelten lassen würde; denn er hatte ihnen gesagt, dass er ein Jude sei.
5 Als nun Haman sah, dass Mordechai die Knie nicht vor ihm beugte und nicht vor ihm niederfiel, da wurde er mit Wut erfüllt.
6 Doch es war ihm zu wenig, an Mordechai allein Hand zu legen; sondern weil man ihm das Volk Mordechais genannt hatte, trachtete Haman danach, alle Juden im ganzen Königreich des Ahasveros, das Volk Mordechais, zu vertilgen.
7 Im ersten Monat, das ist der Monat Nisan, im zwölften Jahr [der Regierung] des Königs Ahasveros, wurde das Pur, das ist das Los, vor Haman geworfen über die Tage und Monate, und es fiel auf den zwölften Monat, das ist der Monat Adar.

Obwohl YAHWEH’S Name nie erwähnt wird im Buch Esther und obwohl Mordechai sich vielleicht nie ganz abgesondert hat, betrachtete sich Mordechai als Jude. So wie König Shaul, Sohn des Kis, den Agag, den König von Amalek niedergestreckt hatte, (Erster Samuel 15), weigerte sich Mordechai aus dem Haus des Kis, sich vor dem Sohn eines Amalekiters zu verbeugen. Dies fullte Haman mit solchem Zorn, dass er beschloss dass er nicht zufrieden war, nur wenn ernicht nur den Mordechai zerstörte, sondern aber alle Juden im ganzen Reich.

Esther 3:8-11
8 Und Haman sprach zum König Ahasveros: Es gibt ein Volk, das lebt zerstreut und abgesondert unter allen Völkern in allen Provinzen deines Königreichs, und ihre Gesetze sind anders als die aller Völker, und sie befolgen die Gesetze des Königs nicht, sodass es dem König nicht geziemt, sie gewähren zu lassen!
9 Wenn es dem König gefällt, so werde ein Schreiben erlassen, dass man sie umbringen soll; dann will ich 10000 Talente Silber abwiegen in die Hände der Schatzmeister, damit man es in die Schatzkammern des Königs bringe!
10 Da zog der König seinen Siegelring von der Hand und gab ihn Haman, dem Sohn Hamedatas, dem Agagiter, dem Feind der Juden.
11 Und der König sprach zu Haman: Das Silber sei dir geschenkt, und das Volk dazu, dass du mit ihm tust, was dir gefällt!

Nicht sehr lange vorher schien die Situation sehr gut zu sein, für das Jüdische Volk, zumindest nach dem Maßstab der Welt. Allerdings, scheint es jetzt sehr schlimm geworden zu sein. Als erstes ordnet König Ahasveros an dass die Juden den Tempelbau stoppen sollen und nun willigt er die Ausrottung aller Juden ein. In der Tat, war er völlig einverstanden, denn normalerweise, wenn ein König seine Gunst auf einen Beschluss gestattet, überprüft er vorsichtig die Gesetzgebung, bevor er sein Siegel darauf gibt. Jedoch, in diesem Fall, hörte er einfach auf den Vorschlag welchen Haman ihm nahelegte, dass alle Juden getötet werden sollten, und König Ahasveros übergab ihm seinen Siegelring. Demzufolge, einen Tag vor dem Passahfest, am dreizehnten Tag des ersten Monats, ging des Königs Beschluss umher, dass alle Juden 11 Monate später getötet werden sollen am dreizehnten Tag des zwölften Monats.

Esther 3:12-15
12 Da berief man die Schreiber des Königs am dreizehnten Tag des ersten Monats, und es wurde ein Schreiben erlassen, ganz wie Haman es befahl, an die Satrapen des Königs und an die Statthalter in allen Provinzen und an die Fürsten jedes Volkes, in der Schrift jeder Provinz und in der Sprache jedes Volkes; im Namen des Königs Ahasveros wurde es geschrieben und mit dem Siegelring des Königs versiegelt.
13 Und die Briefe wurden durch die Eilboten in alle Provinzen des Königs gesandt, dass man alle Juden vertilgen, erschlagen und umbringen solle, Junge und Alte, Kinder und Frauen, an einem Tag, nämlich am dreizehnten des zwölften Monats, das ist der Monat Adar, und dass man zugleich ihren Besitz rauben dürfe.
14 Die Abschrift des Schreibens wurde in jeder Provinz als Gesetz erlassen, indem man es allen Völkern bekannt machte, damit sie sich auf diesen Tag vorbereiten sollten.
15 Und die Eilboten zogen auf den Befehl des Königs hin schnell aus, sobald das Gesetz in der Burg Susan erlassen war. Der König und Haman aber setzten sich, um zu trinken, während die Stadt Susan in Bestürzung geriet.

Nach dem Hören des Beschlusses, tat Mordechai etwas was für den menschlichen Verstand sinnlos scheint (was aber im geistlichen sehr viel Sinn macht): er kleidete sich mit Sacktuch und ging hinein in die Stadt und klagte.

Esther 4:1-4
1 Als nun Mordechai alles erfuhr, was geschehen war, da zerriss Mordechai seine Kleider und kleidete sich in Sack und Asche und ging in die Stadt hinein und klagte laut und bitterlich.
2 Und er kam bis vor das Tor des Königs; denn es durfte niemand zum Tor des Königs eingehen, der in Sacktuch gekleidet war.
3 Auch in allen Provinzen, wo immer das Wort und Gebot des Königs hinkam, war unter den Juden große Trauer und Fasten und Weinen und Wehklage, und viele lagen auf Sacktuch und in der Asche.
4 Und die Mägde der Esther und ihre Kämmerer kamen und sagten es ihr; und die Königin erschrak sehr. Und sie sandte Kleider, damit Mordechai sie anziehe und das Sacktuch ablege. Aber er nahm sie nicht an.

Die Rabbis lehren, dass das Purimfest um Buße geht und sein Vertrauen in YAHWEH zu setzten, anstatt sich auf die eigene rechte Hand zu verlassen. Bis zu diesem Zeitpunkt, während Mordechai sich seinem Volk gegenüber loyal verhalten hat, war er auch „in der Welt“. Er schätzte nicht YAHWEH’S Land oder Tempel, stattdessen entschied er sich draußen im Exil zu bleiben, unter den Dienst einer antisemitische Regierung, auch noch zustimmend, dass seine Tochter einen heidnischen, antisemitischen Kaiser heiraten soll. Jedoch, jetzt wo dieser Kaiser den Beschluss erlassen hat, dass er und sein Volk umkommen soll, ändert sich Mordechai. Er realisiert dass er sich selbst nicht durch seine eigenen Hand retten kann und sein Verhalten reflektiert diese Erkenntnis. Anstatt dass „vernünftige“ zu tun, in dem er zu seiner Tochter der Königen geht, um mit ihr zu reden, zieht sich Mordechai Sacktuch an, damit er nicht in den Palast eintreten kann. Dann schreit er auf den Straßen, und er weigert sich sogar seine normale Kleidung überzuziehen (welche ihm es ermöglichen würde, dass er mit seiner Tochter von Angesicht zu Angesicht sprechen könnte). Obwohl YAHWEH’S Name nie erwähnt wurde, scheint es dem Mordechai klar zu sein, das nur YAHWEH’S Hand das Volk erretten kann.

Mordechais Verhalten macht für den menschlichen Verstand überhaupt keinen Sinn, aber im geistigen, fängt Mordechai an perfekt Sinn zu machen. Er kleidet sich in einer Weise, damit es klar und deutlich ist, dass er sich und sein Volk durch seine eigene Macht und Stärke nicht erretten kann. Stattdessen zeigt er, dass sein Leben und die seines Volkes vollkommen von YAHWEH’S unverdienter Gunst abhängig ist, und dies ist der ausschlaggebende Punkt. Allerdings, sollten wir beachten, dass als er dies getan hat, tut er das bisschen was er tun kann, er sendet Botschaften an Esther durch einen der Eunuchen.

Esther 4:5-9
5 Da rief Esther den Hatach, einen Kämmerer des Königs, den er zu ihrem Dienst bestimmt hatte, und gab ihm Befehl, bei Mordechai in Erfahrung zu bringen, was das bedeute und warum es geschehe.
6 Da ging Hatach zu Mordechai hinaus auf den Platz der Stadt, vor das Tor des Königs.
7 Und Mordechai berichtete ihm alles, was ihm begegnet war, auch die genaue Summe Silber, die Haman versprochen hatte, in den Schatzkammern des Königs abzuwiegen als Entgelt für die Vertilgung der Juden.
8 Und er gab ihm die Abschrift des schriftlichen Befehls, der zu ihrer Vertilgung in Susan erlassen worden war, damit er ihn Esther zeige und ihr berichte und sie auffordere, zum König hineinzugehen, um seine Gnade zu erflehen und vor seinem Angesicht für ihr Volk zu bitten.
9 Da ging Hatach hinein und berichtete Esther die Worte Mordechais.

Esther antwortet dass es unmöglich für sie ist den König zu sehen, denn wer vor den König ohne Einladung tritt sterben müsse, es sei denn, der König ergreift die Maßnahme die Hinrichtung zu vermeiden, indem er sein Zepter ausstreckt.

Esther 4:10-12
10 Da sprach Esther zu Hatach und befahl ihm, Mordechai zu sagen:
11 „Alle Knechte des Königs und die Leute in den königlichen Provinzen wissen, dass, wer irgend in den inneren Hof zum König hineingeht, es sei Mann oder Frau, ohne gerufen zu sein, nach dem gleichen Gesetz sterben muss, es sei denn, dass ihm der König das goldene Zepter entgegenstreckt, damit er am Leben bleibe. Ich aber bin nun seit 30 Tagen nicht gerufen worden, dass ich zum König hineingehen sollte!“
12 Als nun Esthers Worte dem Mordechai mitgeteilt wurden.

Mordechai antwortet ihr, dass sie realisieren muss, dass sie nicht verschont werde, nur weil sie mit dem König verheiratet ist. Dann erinnerte er sie daran, dass YAHWEH alles vorherbestimmt hat und schlägt vor, YAHWEH kann sie zur Königin gemacht haben, nur damit sie ihre Rolle in YAHWEH’S Befreiung aus dieser gegenwärtigen Krise spielen könnte.

Esther 4:13-14
13 da ließ Mordechai der Esther antworten: „Denke nicht in deinem Herzen, dass du vor allen Juden entkommen würdest, weil du im Haus des Königs bist!
14 Denn wenn du jetzt schweigst, so wird von einer anderen Seite her Befreiung und Rettung für die Juden kommen, du aber und das Haus deines Vaters werden untergehen. Und wer weiß, ob du nicht gerade wegen einer Zeit wie dieser zum Königtum gekommen bist?“

Esther antwortet, dass Mordechai allen Juden im ganzen Reich befehlen sollte, drei Tage und drei Nächte nicht zu essen oder zu trinken, welches erstaunlicherweise heißt, dass sie über das Passah Fasten werden (auch wenn die Thora Israel befiehlt am Passahlamm teilhaftig zu sein an diesem Tag). Dann wird sie zum König Ahasveros gehen; und wenn sie umkommt, dann wird sie umkommen.

Esther 4:15-17
15 Da ließ Esther dem Mordechai antworten:
16 „So geh hin, versammle alle Juden, die in Susan anwesend sind, und fastet für mich, drei Tage lang bei Tag und Nacht, esst und trinkt nicht. Auch ich will mit meinen Mägden so fasten, und dann will ich zum König hineingehen, obgleich es nicht nach dem Gesetz ist. Komme ich um, so komme ich um!“
17 Und Mordechai ging hin und machte alles ganz so, wie Esther es ihm geboten hatte.

Noch einmal, möchten die Rabbis argumentieren, dass da ganz Israel aufgefordert wird am Passah zu fasten (und sie selbst fasten), demonstriert Esther ihr Verständnis dafür wie sehr sie auf YAHWEH’S Gunst angewiesen ist. Nicht nur verletzt Israel die Thora, aber normalerweise, würde eine Braut essen und trinken bevor sie vor einem König tritt, der sie wegen ihre Schönheit ausgewählt hat, damit sie sich von ihrer schönsten Seite zeigen kann. Doch durch Fasten für drei Tage wird sie nicht sehr schön aussehen; und all ihre Schicksale werden in YAHWEH’S Händen sein.

Nach dem Fasten und Beten, geht Esther am dritten Tag vor das Angesicht des Königs. Der König realisiert, dass sie ihr Leben nicht für ein Publikum aufs Spiel setzen würde, es sei denn es sei wirklich dringend, dann fragt der König sie, was der Grund ihres Erscheinens ist. Sie verschiebt ihr Anliegen und lädt stattdessen dem König ein zu einem Weingelage, vielleicht um ihn in eine besseren Stimmung zu versetzen und dass er einsichtiger ist. Interessanterweise, sagt sie ihm, dass er Haman mitbringen soll, was er auch tut.

Esther 5:1-5
1 Und es geschah am dritten Tag, da legte Esther ihre königliche Kleidung an und trat in den inneren Hof am Haus des Königs, dem Haus des Königs gegenüber, während der König auf seinem königlichen Thron im königlichen Haus saß, gegenüber dem Eingang zum Haus.
2 Als nun der König die Königin Esther im Hof stehen sah, fand sie Gnade vor seinen Augen; und der König streckte das goldene Zepter, das in seiner Hand war, Esther entgegen. Da trat Esther herzu und rührte die Spitze des Zepters an.
3 Da sprach der König zu ihr: „Was hast du, Königin Esther, und was begehrst du? Es soll dir gewährt werden, und wäre es auch die Hälfte des Königreichs!“
4 Esther sprach: „Wenn es dem König gefällt, so komme der König heute mit Haman zu dem Mahl, das ich ihm zubereitet habe!“
5 Da sprach der König: „Holt rasch Haman, damit wir den Wunsch Esthers erfüllen! Und der König und Haman kamen zu dem Mahl, das Esther zubereitet hatte.“

Beim Weinfest, immer noch realisierend, dass Esther ihr Leben nicht riskiert hätte, vor sein Angesicht zu treten, es sei denn, es ist wirklich sehr wichtig, fragt König Ahasveros sie nochmal was es ist, was sie möchte.

Esther 5:6-8
6 Und der König sprach zu Esther beim Weingelage: „Was bittest du? Es soll dir gegeben werden! Und was begehrst du? Wäre es auch die Hälfte des Königreichs, es soll geschehen!“
7 Da antwortete Esther und sprach: „Meine Bitte und mein Begehren ist:
8 Habe ich Gnade gefunden vor dem König, und gefällt es dem König, mir meine Bitte zu gewähren und meinen Wunsch zu erfüllen, so komme der König mit Haman zu dem Mahl, das ich für sie zubereiten will; dann will ich morgen tun, was der König gesagt hat!“

Immernoch nicht realisierend, dass Königin Esther eine Jüdin ist, und nicht realisierend das sie seinen bösen Plan zerstören möchte, verlässt Haman ihre Weinparty in Hochstimmung. Allerdings, stößt er auf Mordechai am Tor des Königs, Mordechai weigert sich immernoch sich vor ihm zu beugen. Er entüllt dies seiner Frau, und sie schlägt vor, dass Haman einen Galgen von fünfzig Ellen (etwa 25 Meter) hoch machen soll, auf dem er Mordechai erhängen lassen soll.

Esther 5:9-14
9 Und Haman ging an jenem Tag fröhlich und guten Mutes hinaus. Aber als Haman den Mordechai im Tor des Königs sah, wie er nicht aufstand, noch ihm Ehrfurcht erwies, da wurde er von Wut über Mordechai erfüllt.
10 Doch Haman überwand sich; als er aber heimkam, sandte er hin und ließ seine Freunde und seine Frau Seres holen.
11 Und Haman erzählte ihnen von der Herrlichkeit seines Reichtums und von der Menge seiner Söhne und wie ihn der König so groß gemacht und ihn über die Fürsten und Knechte des Königs erhoben habe.
12 Auch sprach Haman: Und die Königin Esther hat niemand mit dem König zu dem Mahl kommen lassen, das sie zubereitet hat, als mich; und ich bin auch morgen mit dem König zu ihr geladen!
13 Aber das alles befriedigt mich nicht, solange ich Mordechai, den Juden, im Tor des Königs sitzen sehe!
14 Da sprachen seine Frau Seres und alle seine Freunde zu ihm: Man soll einen Holzstamm zubereiten, 50 Ellen hoch; dann sage du morgen dem König, dass man Mordechai daran hängen soll, so kannst du fröhlich mit dem König zum Mahl gehen! Das gefiel Haman gut, und er ließ den Holzstamm zubereiten.

Wieder einmal, YAHWEH’S Name wurde im Buch Esther nie erwähnt, aber eine wunderbare Reihe von Zufällen passieren, welche nur von Oben her geführt werden konnten. Die Nacht vor dem Bankett, kann König Ahasveros nicht schlafen. Kurioserweise befiehlt er, dass die königlichen Chroniken ihm vorgelesen werden sollen, worauf er entdeckt, dass nichts getan wurde, um Mordechai zu ehren, nachdem er sich in Gefahr brachte indem er den König warnte, vor dem Anschlag, dass er umgebracht werden sollte.

Esther 6:1-12
1 In derselben Nacht konnte der König nicht schlafen, und er ließ das Buch der Denkwürdigkeiten, die Chronik, herbringen; daraus wurde dem König vorgelesen.
2 Da fand sich, dass darin geschrieben war, wie Mordechai angezeigt hatte, dass Bigtan und Teres, die beiden Kämmerer des Königs, die die Schwelle hüteten, danach getrachtet hatten, Hand an den König Ahasveros zu legen.
3 Und der König sprach: „Was für Ehre und Würde haben wir dafür Mordechai zuteilwerden lassen?“ Da sprachen die Knechte des Königs, die ihm dienten: „Man hat ihm gar nichts gegeben“

Was würde einem König den Schlaf rauben? Das Buch Esther nennt uns nicht den Grund, aber es erfordert, dass wir „zwischen den Zeilen lesen“, Könige sind darauf angewiesen, dass sie „Insider Informationen“ bekommen, um an der Macht zu bleiben und Kontrolle zu haben und traditionelle Quellen sagen uns, dass der König sich Sorgen gemacht hat, weil seine Untertanen ihn nicht mehr mit Informationen versorgt haben. Wahrscheinlich hat sich der König gefragt, warum es so sei und wandte sich an die Chroniken, damit er den Grund hierfür entdecke, und beim Inspizieren der Chroniken, fällt dem König auf, dass nichts für Mordechai getan wurde um seine Loyalität zu ehren. Dies hätte ein ernsthaftes Problem dargestellt, denn hätten die Leute gemeint, dass es der Bemühungen nicht wert war den König zu informieren, wenn ein Anschlag gegen ihn geplant war (weil es nur ein Risiko war und keine Belohnung gab), könnte es zu seinem Untergang führen und sogar zu seinem Tod. Wenn dies der Fall war, dann wäre die beste Lösung für den König, bald eine öffentliche Demonstration zu veranstalten, um zu zeigen, dass es nur ein Versehen war; und dass der König Ahasveros wirklich diejenigen belohnen wollte, die Risiken auf sich nahmen in seinem Namen.

4 Und der König fragte: „Wer ist im Hof?“ Nun war Haman gerade in den äußeren Hof des königlichen Hauses gekommen, um dem König zu sagen, er solle Mordechai an den Holzstamm hängen lassen, den er für ihn bereitet hatte.
5 Da sprachen die Knechte des Königs zu ihm: „Siehe, Haman steht im Hof!“ Der König sprach: „Er soll hereinkommen!“
6 Als nun Haman hereinkam, sprach der König zu ihm: „Was soll man mit dem Mann machen, den der König gern ehren möchte?“ Haman aber dachte in seinem Herzen: „Wem anders sollte der König Ehre erweisen wollen als mir?“
7 Und Haman sprach zum König:“ Für den Mann, den der König gern ehren möchte,
8 soll man ein königliches Gewand herbringen, das der König selbst trägt, und ein Pferd, auf dem der König reitet und auf dessen Kopf ein königlicher Kopfschmuck gesetzt worden ist.
9 Und man soll das Gewand und das Pferd den Händen eines der vornehmsten Fürsten des Königs übergeben, damit man den Mann bekleide, den der König gern ehren möchte, und man soll ihn auf dem Pferd in den Straßen der Stadt umherführen und vor ihm her ausrufen lassen: So macht man es mit dem Mann, den der König gern ehren möchte“
10 Da sprach der König zu Haman: „Eile, nimm das Gewand und das Pferd, wie du gesagt hast, und mache es so mit Mordechai, dem Juden, der vor dem Tor des Königs sitzt! Lass es an nichts fehlen von allem, was du gesagt hast!“
11 Da nahm Haman das Gewand und das Pferd und bekleidete Mordechai und führte ihn auf die Straßen der Stadt und rief vor ihm her: „So macht man es mit dem Mann, den der König gern ehren möchte!“
12 Darauf kehrte Mordechai zum Tor des Königs zurück; Haman aber eilte niedergeschlagen und mit verhülltem Haupt nach Hause.

Jetzt können wir vermuten, warum Königen Esther den König nicht sofort ihre Frage direkt gestellt hatte, obwohl es wichtig genug gewesen ist um zu rechtfertigen, dass sie ihr Leben riskiert. Wahrscheinlich brauchte sie auch die Sicherheit, dass ihre Bitten und Wünsche angehört werden, angesichts der Tatsache, dass der König früher mit Haman getrunken hatte. Allerdings, jetzt wo sie sieht das Mordechai öffentlich geehrt wird, würde es jetzt sicher genug sein, dass sie ihre Frage stellt.

Esther 6:13-14
13 Und Haman erzählte seiner Frau Seres und allen seinen Freunden alles, was ihm begegnet war. Da sprachen seine Weisen und seine Frau Seres zu ihm: Wenn Mordechai, vor dem du zu fallen begonnen hast, vom Samen der Juden ist, so kannst du nichts gegen ihn ausrichten, sondern du wirst gänzlich vor ihm fallen!
14 Während sie aber noch mit ihm redeten, kamen die Kämmerer des Königs und führten Haman rasch zu dem Mahl, das Esther zubereitet hatte.

Das Buch Esther gibt uns viele Hinweise, aber lässt uns trotzdem noch ein wenig Detektiv Arbeiten selbst erledigen. Könnte der Grund sein, weshalb Esther ursprünglich Haman eingeladen hatte, der war, dass sie ihm eine falsche Art von Sicherheit geben wollte, damit er übermütig wird, und einige Bereiche der Schwäche ausgenutzt werden konnten, welche zur Rettung der Juden dienen konnten? Könnte es sein, dass sie mehr Transparenz von ihm wollte? Im Bewusstsein, dass Esther ihr Leben nicht riskiert hätte, wenn es nicht wichtig gewesen wäre, fragte König Ahasveros wieder seine geliebte Königin, was die Bedeutung der Sache ist.

Esther 7:1-6
1 So kam nun der König mit Haman zum Trinkgelage bei der Königin Esther.
2 Da sprach der König zu Esther auch am zweiten Tag beim Weintrinken: „Was bittest du, Königin Esther? Es soll dir gegeben werden! Und was forderst du? Wäre es auch die Hälfte des Königreichs, es soll geschehen!“
3 Da antwortete die Königin Esther und sprach: „Habe ich Gnade vor dir gefunden, o König, und gefällt es dem König, so schenke mir das Leben um meiner Bitte willen, und mein Volk um meines Begehrens willen!“
4 Denn wir sind verkauft, ich und mein Volk, um vertilgt, erschlagen und umgebracht zu werden. Wenn wir nur zu Knechten und Mägden verkauft würden, so wollte ich schweigen; obwohl der Feind nicht imstande wäre, den Schaden des Königs zu ersetzen!
5 Da sprach der König Ahasveros zu der Königin Esther: „Wer ist es, der sich vorgenommen hat, so etwas zu tun, und wo ist er?“
6 Und Esther sprach: „Der Widersacher und Feind ist dieser böse Haman!“ Da erschrak Haman vor dem König und der Königin.

Nachdem der König Mordechai öffentlich geehrt hat, fühlt sich Esther sicher, ihre wahre Nationalität preiszugeben, ebenso wie den Grund, warum sie ihr Leben riskiert hat. In den privaten Räumen des Festes welche sie hergerichtet hat, wurde dem König bewusst, dass Haman die Absicht hatte seine geliebte Königin, sowie Mordechai der sein Leben für ihn riskierte, auszurotten. Als Haman versuchte sich aus der Situation heraus zu reden, wurden die Dingen einfach nur noch schlimmer für ihn.

Esther 7:7-10
7 Der König aber stand in seinem Grimm auf vom Weintrinken und ging in den Garten des Palastes. Haman aber blieb zurück und bat die Königin Esther um sein Leben; denn er sah, dass sein Verderben beim König beschlossen war.
8 Und als der König aus dem Garten des Palastes wieder in das Haus kam, wo man den Wein getrunken hatte, da war Haman auf das Polster gesunken, auf dem Esther saß. Da sprach der König: „Will er sogar der Königin Gewalt antun in meinem eigenen Haus?“ Das Wort war kaum aus dem Mund des Königs gekommen, da verhüllte man das Angesicht Hamans.
9 Und Harbona, einer der Kämmerer, die vor dem König standen, sprach: „Siehe, der Holzstamm, den Haman für Mordechai zubereitet hat, der Gutes für den König geredet hat, steht schon beim Haus Hamans, 50 Ellen hoch„ Und der König sprach: „Hängt ihn daran“!
10 So hängte man Haman an den Holzstamm, den er für Mordechai zubereitet hatte. Da legte sich der Zorn des Königs.

Dann, nachdem es dem König offenbart wurde, das Mordechai derjenige ist, der die Königin großgezogen hat, gab der frühere Antisemitische König Mordechai seinen Siegelring, und setzte ihn ein als zweiter Gewalthaber in seinem Reich. Dann flehte die Königin unter Tränen, dass der König ihr Leben und das ihres Volkes verschonen soll.

Esther 8:1-8
1 An demselben Tag gab der König Ahasveros der Königin Esther das Haus Hamans, des Feindes der Juden, zum Geschenk. Mordechai aber bekam Zutritt beim König; denn Esther hatte ihm erzählt, was er für sie war.
2 Und der König zog seinen Siegelring ab, den er Haman abgenommen hatte, und gab ihn Mordechai. Und Esther setzte Mordechai über das Haus Hamans.
3 Esther aber redete weiter vor dem König und fiel ihm zu Füßen, weinte und flehte ihn an, dass er die Bosheit Hamans, des Agagiters, abwenden möchte, nämlich seinen Anschlag, den er gegen die Juden erdacht hatte.
4 Und der König streckte Esther das goldene Zepter entgegen. Da stand Esther auf und trat vor den König,
5 und sie sprach: „Gefällt es dem König, und habe ich Gnade vor ihm gefunden, und hält es der König für richtig, und bin ich ihm wohlgefällig, so soll ein Schreiben ergehen, dass die Briefe mit dem Anschlag Hamans, des Sohnes Hammedatas, des Agagiters, widerrufen werden, die er geschrieben hat, um die Juden in allen Provinzen des Königs umzubringen!
6 Denn wie könnte ich dem Unglück zusehen, das mein Volk treffen würde? Und wie könnte ich zusehen, wie mein Geschlecht umkommt?“
7 Da sprach der König Ahasveros zur Königin Esther und zu Mordechai, dem Juden: „Seht, ich habe Esther das Haus Hamans gegeben, und man hat ihn an das Holz gehängt, weil er seine Hand gegen die Juden ausgestreckt hat.
8 So schreibt nun im Namen des Königs betreffs der Juden, so wie ihr es für gut haltet, und versiegelt es mit dem Siegelring des Königs; denn eine Schrift, die im Namen des Königs geschrieben und mit dem Siegelring des Königs versiegelt worden ist, kann nicht widerrufen werden!“

Kurz nach Pfingsten gingen Boten mit einem neuen Erlass hinaus, der das frühere Übel aufhob und besagte, dass die Juden sich gegen jeden verteidigen könnten, der sie an diesem Tag angreifen würde.

Esther 8:10-12
10 Und es wurde geschrieben im Namen des Königs Ahasveros und versiegelt mit dem Siegelring des Königs. Und er sandte Briefe durch reitende Eilboten, die auf schnellen Rossen aus den königlichen Gestüten ritten.
11 In diesen [Briefen] gestattete der König den Juden, sich in allen Städten zu versammeln und für ihr Leben einzustehen und zu vertilgen, zu erschlagen und umzubringen jede Heeresmacht der Völker und Provinzen, die sie bedrängen sollten, mitsamt den Kindern und Frauen, und die ihren Besitz rauben wollten;
12 und zwar an einem Tag in allen Provinzen des Königs Ahasveros, nämlich am dreizehnten Tag des zwölften Monats, das ist der Monat Adar.

Als der dreizehnte Tag des zwölften Monats kam, wurden die „Feinde der Juden“ überwältigt.

Esther 9:1
1 Im zwölften Monat nun, das ist der Monat Adar, am dreizehnten Tag, an dem das Wort des Königs und sein Gebot in Erfüllung gehen sollte, an eben dem Tag, an dem die Feinde der Juden gehofft hatten, sie zu überwältigen, da wendete es sich so, dass die Juden ihre Hasser überwältigen durften.

Hamans zehn Söhne wurden zum Tode verurteilt.

Esther 9:6-14
6 Auch in der Burg Susan erschlugen die Juden [ihre Feinde] und brachten 500 Mann um.
7 Dazu erschlugen sie Parsandata, Dalphon, Aspata,
8 Porata, Adalja, Aridata,
9 Parmasta, Arisai, Aridai und Vajesata,
10 die zehn Söhne Hamans, des Sohnes Hammedatas, des Feindes der Juden; aber an ihren Besitz legten sie die Hand nicht.
11 An jenem Tag erfuhr der König die Zahl der in der Burg Susan Erschlagenen.
12 Und der König sprach zu der Königin Esther: „Die Juden haben in der Burg Susan 500 Mann erschlagen und umgebracht, dazu die zehn Söhne Hamans. Was haben sie in den anderen Provinzen des Königs getan? Was bittest du nun? Es soll dir gegeben werden. Und was forderst du mehr? Es soll geschehen!“
13 Esther sprach: „Gefällt es dem König, so lasse er auch morgen die Juden in Susan handeln nach der heutigen Verordnung; die zehn Söhne Hamans aber soll man an das Holz hängen!“
14 Da befahl der König, dies zu tun, und das Gebot wurde in Susan erlassen, und die zehn Söhne Hamans wurden gehängt.

In Vers dreizehn, fragt Esther den König, ob das Volk sich noch einmal wehren darf gegen seine Feinden (am vierzehnten Tag des Monats). Allerdings, fragte Esther auch das die zehn Söhne Hamans erhängt werden, obwohl sie schon tot waren (diese sind auch mit Namen aufgeführt in den Versen sieben bis neun). Könnte es sein, dass der Grund, warum Esther ihre Leichen in der Sonne aufhängen wollte, nach Hamans früherem Befehl war, um ganz klar zu machen, dass niemand die Juden im Reich des Königs Ahasveros sicher verfolgen konnte? Wenn diese Chronologie stimmt, waren einige der Juden am dreizehnten des Monats mit ihrer Verteidigung fertig, während andere einen zusätzlichen Tag brauchten.

Esther 9:15-19
15 Und die Juden, die in Susan waren, versammelten sich auch am vierzehnten Tag des Monats Adar und erschlugen in Susan 300 Mann; aber an ihren Besitz legten sie die Hand nicht.
16 Auch die übrigen Juden, die in den Provinzen des Königs waren, versammelten sich und standen für ihr Leben ein und verschafften sich Ruhe vor ihren Feinden, und sie erschlugen von ihren Feinden 75000; aber an ihre Güter legten sie die Hand nicht.
17 Das geschah am dreizehnten Tag des Monats Adar, und sie ruhten am vierzehnten Tag desselben Monats und machten ihn zu einem Tag des Gastmahls und der Freude.
18 Aber die Juden in Susan versammelten sich am dreizehnten und vierzehnten Tag dieses Monats und ruhten am fünfzehnten Tag; und sie machten diesen Tag zu einem Tag des Gastmahls und der Freude.
19 Darum machen die Juden auf dem Land, die in den offenen Städten wohnen, den vierzehnten Tag des Monats Adar zu einem Tag der Freude, des Gastmahls und zum Festtag und senden einander Geschenke.

Dann berichtet das Buch Esther, dass wegen diesen Geschehnissen, Mordechai und Esther schrieben ihrem Volk und fügten zu der Thora hinzu, mit dem Gebot dass der vierzehnte und der fünfzehnte des zwölften Monats (`Adar`) als ein jährliches Fest gehalten werden soll, unter allen Juden für immer.

Esther 9:20-26
20 Und Mordechai schrieb diese Begebenheiten auf; und er sandte Briefe an alle Juden, die in allen Provinzen des Königs Ahasveros wohnten, in der Nähe und in der Ferne,
21 worin er sie verpflichtete, dass sie den vierzehnten und fünfzehnten Tag des Monats Adar Jahr für Jahr feiern sollten,
22 als die Tage, an denen die Juden vor ihren Feinden zur Ruhe gekommen waren, und als den Monat, in welchem ihr Kummer in Freude und ihre Trauer in einen Festtag verwandelt worden war; dass sie diese feiern sollten als Tage des Gastmahls und der Freude, an denen sie einander Geschenke machen und die Armen beschenken sollten.
23 Und die Juden machten sich das, was sie zu tun angefangen hatten und was ihnen Mordechai vorgeschrieben hatte, zur Gewohnheit.
24 Denn Haman, der Sohn Hammedatas, der Agagiter, der Feind aller Juden, hatte den Plan gefasst, die Juden umzubringen, und hatte das Pur, das ist das Los, werfen lassen, um sie zu vernichten und umzubringen;
25 und als es vor den König kam, befahl dieser durch einen Brief, dass Hamans böser Anschlag, den er gegen die Juden erdacht hatte, auf seinen eigenen Kopf zurückkam, sodass man ihn und seine Söhne an das Holz hängte.
26 Darum werden diese Tage Purim genannt, nach dem Wort `Pur`. Deshalb, wegen alles dessen, was in dem Schriftstück stand, und was sie selbst gesehen und erfahren hatten.

Manche Gelehrte stellen die Genauigkeit des Buches Esther in Frage, aus Gründen die wir etwas später besprechen werden. Jedoch, wenn das Buch Esther nicht sehr genau ist, können wir doch eine Menge daraus lernen. Zum Beispiel, König Ahasveros war gerade in seinem dritten Regierungsjahr, als er sein sechs Monate langes Fest veranstaltete.

Esther 1:3-4
3 Im dritten Jahr seiner Regierung, da veranstaltete er für alle seine Fürsten und Knechte ein Festmahl, wobei die Gewaltigen von Persien und Medien, die Edlen und Obersten seiner Provinzen vor ihm waren,
4 als er den Reichtum der Herrlichkeit seines Königreichs und die kostbare Pracht seiner Majestät viele Tage zur Schau stellte, nämlich 180 Tage lang.

Haman warf das Los (das Pur) im zwölften Jahr des Königs Ahasveros Regierungszeit (um zu sehen, wann die Juden am stärksten gefährdet und angreifbar sind).

Esther 3:7
7 Im ersten Monat, das ist der Monat Nisan, im zwölften Jahr [der Regierung] des Königs Ahasveros, wurde das Pur, das ist das Los, vor Haman geworfen über die Tage und Monate, und es fiel auf den zwölften Monat, das ist der Monat Adar.

Das neue Dekret von Esther und Mordechai erlaubte den Juden, sich am Ende des zwölften Jahres des Königs zu verteidigen, was vielleicht neun oder zehn Jahre war, nachdem König Ahasveros ursprünglich seine Party geschmissen hatte. Daniel erzählt uns jedoch, dass erst im ersten Jahr von Esthers Sohn, Darius dem Meder (nicht zu verwechseln mit Darius dem Perser), die siebzig Jahre des Exils (wie von Jeremia vorausgesagt) enden sollten.

Daniel 9:1-3
1 Im ersten Jahr des Darius, des Sohnes Ahasveros’, von medischer Abstammung, der zum König über das Reich der Chaldäer gemacht worden war,
2 im ersten Jahr seiner Regierung achtete ich, Daniel, in den Schriften auf die Zahl der Jahre, von der das Wort YAHWEH an den Propheten Jeremia ergangen war, dass die Verwüstung Jerusalems in 70 Jahren vollendet sein sollte.
3 Und ich wandte mein Angesicht zu Elohim, YAHWEH, um Ihn zu suchen mit Gebet und Flehen, mit Fasten im Sacktuch und in der Asche.

Es war das zweite Jahr des König Darius der Meder (Sohn des Ahasveros und Esther), das diejenigen welche zurück nach Hause in das Land Israel zurückkehrten, den gestattet wurde dass sie die Arbeit am Tempel wieder aufnehmen durften.

Esra 4:24
24 Damals hörte das Werk am Haus Elohim in Jerusalem auf, und es kam zum Stillstand bis in das zweite Jahr der Regierung des Königs Darius von Persien.

Esra zeichnet auf, wie diejenigen, die in das Land zurückgekehrt waren, an den Gerechten König Darius schrieben, sie fragen nach seinem Wohlgefallen in Bezug auf den Bau des Tempels. König Darius, der wohl wusste, dass seine Mutter Jüdin war, gab große Gunst an diejenigen im Land. Er führte alle Tempelgeräte zurück und bezahlte sogar für den Wiederaufbau des Tempels mit königlichen Geldern.

Esra 6:8-10
8 Auch ist von mir befohlen worden, wie ihr diesen Ältesten Judas behilflich sein sollt, damit sie dieses Haus Elohims bauen können: Man soll aus den Gütern des Königs von den Steuern jenseits des Stromes diesen Leuten die Kosten genau erstatten, damit sie nicht behindert werden.
9 Und was sie benötigen an jungen Stieren oder Widdern oder Lämmern als Brandopfer für den Elohim des Himmels, oder an Weizen, Salz, Wein und Öl, das soll ihnen nach Angabe der Priester in Jerusalem täglich gegeben werden ohne Verzug,
10 damit sie dem Elohim des Himmels Opfer lieblichen Geruchs darbringen und für das Leben des Königs und seiner Söhne beten.

Einige Rabbinische Autoritäten definieren Amalek wie jemanden, der einen unvernünftigen Hass auf Israel hat. Ferner erinnern sie uns auch daran, dass YAHWEH in Mustern arbeitet und sie ziehen gewaltige Parallelen zu Nazi-Deutschland. Sie ziehen auch Parallelen zwischen den zehn Söhne Hamans, und der New York Times Überschrift vom Oktober 1947:

GÖRING ENDET LEBEN DURCH GIFT, 10 ANDERE IN NÜRNBERGER GEFÄNGNIS ERHÄNGT FÜR NAZI-KRIEGSVERBRECHEN; TODESKANDITATEN AUF GALGEN BETEN FÜR DEUTSCHLAND

Julius Streicher war einer der zehn Verurteilten. Er soll „Purimfest 1946!“ geschrien haben, als die Falltür zum Galgen entsprungen wurde, wie um eine Parallele zuziehen zu Hamans zehn Söhnen die gehängt wurden.

Die zehn Männer wurden am 16. Oktober 1947 erhängt. Auf dem Rabbinischen Kalender (welcher anders ist als der Thorakalender) war dies der siebte Tag des Laubhüttenfestes, welches die Rabbiner Hoshana Rabba nennen. Die Rabbiner behaupten, dass Hoshana Rabba der Tag ist, an dem YAHWEH Männerschicksale für das kommende Jahr besiegelt.
In Anbetracht dessen, dass YAHWEH zuständig für alle Dinge ist, sehen viele Menschen diese Dinge als eine Unterstützung für die Idee, dass wir das Fest der Purim halten sollen. Allerdings sollten wir im Hinterkopf behalten, dass YAHWEH uns nicht befohlen hat, den rabbinischen Kalender zu halten (welcher anders ist als den Kalender den YAHWEH uns in Seiner Thora gebietet zu halten).

Viele Gelehrte sehen einige verdächtige Parallelen zwischen dem Purimfest und der alten Babylonischen Mythologie. Zum Beispiel die Namen Mordechai und Esther ähneln stark den Babylonischen Göttern Marduk und Ishtar (Ostern). Ferner in der Babylonischen Mythologie, sind Marduk und Ishtar Cousins, ebenso wie Mordechai und Esther in der Geschichte (siehe Vers 2:7). Marduk war der Schutz elohim (g-tt) der Babylonischen Hauptstadt, und Esther ist ein anderer Name für Ishtar (Ostern), den die Babylonier verehrten als Fruchtbarkeitsgöttin, und als „Muttergöttin.“ Einige finden es auch verdächtig, dass der König Ahasveros Befehle für ein Fest für Esther in Vers 2:18 gibt und ich frage mich, ob dies das gleiche ist wie das Osterfest (Ishtar), welches innerhalb von Mainstream Christentum praktiziert wird.

Esther 2:18
18 Und der König veranstaltete für alle seine Fürsten und Knechte ein großes Festmahl, das Festmahl der Esther. Und er gewährte in den Provinzen eine Steuererleichterung und teilte eine [Korn-]Spende aus mit königlicher Freigebigkeit.

Einige Gelehrte glauben, dass Purim ursprünglich aus den Babylonischen Neujahrsriten stammen, die schon lange vorher existierten, bevor die Juden ins Exil nach Babylon gebracht wurden. Viele von ihnen vermuten, dass das Buch Esther eine Art Rechtfertigung ist für das Praktizieren dieser Babylonischen Rituale, ähnlich wie die Christliche Mythologie versucht, Ostern und Weihnachten zu rechtfertigen. Diese weisen darauf hin, dass die grundlegenden Bestandteile der Geschichte Esther alle in alten Babylonischen Feierlichkeiten während ihres Neujahrs, einschließlich die Auswahl von einer Königin, die Parade von einem alltäglichen Mann in königlichen Gewändern und ein Fasten und der Vergabe von Geschenken.

Hinzu kommt, dass die Chronologie in Ester von den historischen Aufzeichnungen abzuweichen scheint. Daher behaupten einige Gelehrte, dass das Buch Esther nicht wirklich ein historisch genaues Dokument ist und dass es nicht in den Kanon der Heiligen Schrift gehört. Diese Debatte ist jedoch sehr kompliziert und liegt außerhalb des Rahmens dieser Studie.

Was im Inneren des Umfangs dieser Studie ist, ist eine Darstellung dass wenn es wirklich eine Esther und einen Mordechai gegeben hat und wenn sie wirklich den Juden befehlen ein Fest namens Purim zu halten, haben Esther und Mordechai nicht die Befugnis, Festtage hinzufügen zu YAHWEH’S Kalender, weil YAHWEH gebietet uns nichts zu Seinem Wort hinzuzufügen.

Devarim (Deuteronomium) 5. Moshe 4:2
2 “Ihr sollt nichts hinzufügen zu dem Wort, das ich euch gebiete, und sollt auch nichts davon wegnehmen, damit ihr die Gebote YAHWEH, eures Elohim’s, haltet, die ich euch gebiete“.

 

If these works have blessed you in your walk with our Messiah Yeshua, please pray about partnering with His kingdom work. Thank you. Give