Chapter 17:

Die „Siebzig Wochen Predigtdienst“ Theorie

Traditionellerweise sagt uns die Theologie, dass Yeshua’s Predigtdienst ca. 3-1/2 Jahre dauerte von der Herbstfestsaison an (z.B., Yom Kippur) bis Yeshua’s Opfer zum Passah im Frühling. Wie wir früher gesehen haben, wurde Yeshua wahrscheinlich am 4ten Tag der Woche umgebracht, (d.h. Auf einen Mittwoch) und wurde auferweckt drei Tage später, entweder am Shabbat oder am Übergang zwischen dem Shabbat und dem ersten Tag der Woche. Dies würde zu Daniel 9 passen, welches uns besagt dass der Messias in der Mitte der Woche ausgerissen wird (וַחֲצִי הַשָּׁבוּעַ).

Daniel 9:24-27
24 “ Über dein Volk und über deine heilige Stadt sind 70 Wochen bestimmt, um der Übertretung ein Ende zu machen und die Sünden abzutun, um die Missetat zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit herbeizuführen, um Gesicht und Weissagung zu versiegeln und ein Allerheiligstes zu salben.
25 So wisse und verstehe: Vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten, dem Fürsten, vergehen 7 Wochen und 62 Wochen; Straßen und Gräben werden wieder gebaut, und zwar in bedrängter Zeit.
26 Und nach den 62 Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden, und ihm wird nichts zuteilwerden; die Stadt aber samt dem Heiligtum wird das Volk des zukünftigen Fürsten zerstören, und sie geht unter in der überströmenden Flut; und bis ans Ende wird es Krieg geben, fest beschlossene Verwüstungen.
27 Und er wird mit den Vielen einen festen Bund schließen eine Woche lang; und in der Mitte der Woche wird er Schlacht- und Speisopfer aufhören lassen, und neben dem Flügel werden Gräuel der Verwüstung aufgestellt, und zwar bis die fest beschlossene Vernichtung sich über den Verwüster ergießt.“
 (24) שָׁבֻעִים שִׁבְעִים נֶחְתַּךְ עַל עַמְּךָ וְעַל עִיר קָדְשֶׁךָ לְכַלֵּא הַפֶּשַׁע ולחתם [וּלְהָתֵם קרי] חטאות [חַטָּאת קרי] וּלְכַפֵּר עָוֹן וּלְהָבִיא צֶדֶק עֹלָמִים | וְלַחְתֹּם חָזוֹן וְנָבִיא וְלִמְשֹׁחַ קֹדֶשׁ קָדָשִׁים:
(25) וְתֵדַע וְתַשְׂכֵּל מִן מֹצָא דָבָר לְהָשִׁיב וְלִבְנוֹת יְרוּשָׁלִַם עַד מָשִׁיחַ נָגִיד שָׁבֻעִים שִׁבְעָה | וְשָׁבֻעִים שִׁשִּׁים וּשְׁנַיִם תָּשׁוּב וְנִבְנְתָה רְחוֹב וְחָרוּץ וּבְצוֹק הָעִתִּים:
(26) וְאַחֲרֵי הַשָּׁבֻעִים שִׁשִּׁים וּשְׁנַיִם יִכָּרֵת מָשִׁיחַ וְאֵין לוֹ | וְהָעִיר וְהַקֹּדֶשׁ יַשְׁחִית עַם נָגִיד הַבָּא וְקִצּוֹ בַשֶּׁטֶף וְעַד קֵץ מִלְחָמָה נֶחֱרֶצֶת שֹׁמֵמוֹת:
(27) וְהִגְבִּיר בְּרִית לָרַבִּים שָׁבוּעַ אֶחָד | וַחֲצִי הַשָּׁבוּעַ יַשְׁבִּית זֶבַח וּמִנְחָה וְעַל כְּנַף שִׁקּוּצִים מְשֹׁמֵם וְעַד כָּלָה וְנֶחֱרָצָה תִּתַּךְ עַל שֹׁמֵם

Vers 24 spricht von „siebzig Wochen“ welche bestimmt sind für die Juden und Jerusalem. Traditionelle Schriftgelehrte sagen uns das sich dieser Ausdruck auf „siebzig Wochen von Jahren“, oder siebzig mal siebzig Jahren (490 Jahren) bezieht. Dann, wie wir auch in der Nazaren Israel Studie erklären, wenn Vers 25 von „sieben Wochen und zweiundsechzig“ Wochen spricht, bezieht es sich auf neunundsechzig `Wochen` von Jahren, oder 483 Jahre. Das ist die Anzahl der Jahre die es sein werden, wenn die Juden zurückkehren aus dem Exil in Babylon bis dass der „Messias der Prinz“ (Yeshua) kommen wird.

Nach historischen Aufzeichnungen, das Gebot für die Juden zurückzukehren nach Babylon wurde ungefähr 457 BCE gegeben. Nach vierhundertundneunzig Jahren erreichen wir ungefähr 26 CE, von welchem Jahr viele Gelehrte glauben das Yeshua’s Predigtdienst an diesem begann. Die Frage liegt auf der Hand, jedoch ist, ob Yeshua’s Dienst dreieinhalb Jahre dauerte, oder siebzig Wochen dauerte. Füf beide Seiten gibt es gute Argumente.

Die Befürworter eines drei-und-ein-halb-Jahres-Dienstes sagen uns, dass wenn Vers 27 sagt, dass Yeshua einen Bund für eine Woche machen würde, bedeutet es sieben Jahre (die Zahl sieben bedeutet Perfektion und Vollendung). Allerdings, wenn Yeshua in der Mitte der Woche ausgerissen wurde (ein Ende bringend zum Opfer und Gaben im Tempel), bedeutete es nicht nur, dass Er am 4. Tag der Woche getötet wurde, aber auch, dass er ausgerissen wurde an der 3-1 / 2-Jahres-Markierung, was ein sieben-Jahres-Dienst sein sollte.

27 Und er wird mit den Vielen einen festen Bund schließen eine Woche lang; und in der Mitte der Woche wird er Schlacht- und Speisopfer aufhören lassen

Allerdings, gibt es einen Fall welches für die siebzig Wochen Predigtdienst gemacht werden sollte. Die Themen von „siebzig“ und sieben sind überall in der Schrift, sogar mit Yeshua der den Ausdruck „siebzig mal sieben“ verwendet um das Konzept der Perfektion darzustellen (in Bezug auf Vergebung).

Mattithyahu (Matthäus) 18:21-22
21 Da trat Kepha (Petrus) zu ihm und sprach: „Yeshua, wie oft soll ich meinem Bruder vergeben, der gegen mich sündigt? Bis siebenmal?“
22 Yeshua antwortete ihm: „Ich sage dir, nicht bis siebenmal, sondern bis siebzig mal siebenmal!

Manche Gelehrte sind der Meinung dass es mehr Sinn ergeben würde, wenn Yeshua’s Predigtdienst siebzig Wochen andauerte, eher wie dreieinhalb Jahre. Um ihre Argumentationen darzustellen, werden wir der Chronologie im Buch Yochanan (Johannes) folgen.

In Johannes Kapitel eins treffen wir Yochanan HaMatbil (Johannes der Täufer), welcher bezeugt, dass Yeshua der Sohn Elohim’s ist. Wie wir später sehen werden ist dies wahrscheinlich ungefähr der Zeitrahmen in dem Yeshua getauft wurde, und der Geist auf Ihn kam, und Sein Predigtdienst begann.

Yochanan (Johannes) 1:29-34
29 Am folgenden Tag sieht Johannes Yeshua auf sich zukommen und spricht: „Siehe, das Lamm Elohim, das die Sünde der Welt hinweg nimmt!“
30 Das ist der, von dem ich sagte: Nach mir kommt ein Mann, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich.
31 Und ich kannte ihn nicht; aber damit Er Israel offenbar würde, darum bin ich gekommen, mit Wasser zu taufen.
32 Und Johannes bezeugte und sprach: „Ich sah den Geist wie eine Taube vom Himmel herabsteigen, und er blieb auf ihm.
33 Und ich kannte ihn nicht; aber der mich sandte, mit Wasser zu taufen, der sprach zu mir: Der, auf den du den Geist herabsteigen und auf ihm bleiben siehst, der ist’s, der mit Heiligem Geist tauft.
34 Und ich habe es gesehen und bezeuge, dass dieser der Sohn Elohim ist“.

Wir wissen aus den synoptischen Aufzeichnungen (Matthäus, Markus und Lukas), dass Yeshua damals in der Wüste vierzig Tage und vierzig Nächte lang war. Jedoch, nach der Siebzig Wochen Predigtdienst Theorie, die Abfolge der Ereignisse folgt jedoch den Festen, und es schreitet schnell voran.

Zu Beginn von Johannes Kapitel Zwei, verwandelt Yeshua Wasser in Wein um und geht dann nach Kephar Nahum (Kapernaum) für ein paar Tage.

Yochanan (Johannes) 2:12
12 Danach zog Er hinab nach Kapernaum, Er und Seine Mutter und Seine Brüder und Seine Jünger, und sie blieben wenige Tage dort.

Als nächstes geht Yeshua hoch nach Jerusalem für das Passahfest.

Yochanan (Johannes) 2:13
13 Und das Passah der Juden war nahe, und Yeshua zog hinauf nach Jerusalem.

Yeshua bleibt in der Jerusalemgegend während des zweiten Kapitels von Johannes und ist in Johannes Kapitel drei auch noch in Jerusalem. Dort trifft er mit Nikodemus und Er erklärt ihm, dass man geistig wiedergeboren werden muss.

Yochanan (Johannes) 3:1-3
1 Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern namens Nikodemus, ein Oberster der Juden.
2 Der kam bei Nacht zu Yeshua und sprach zu ihm: „Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, der von Elohim gekommen ist; denn niemand kann diese Zeichen tun, die Du tust, es sei denn, dass Elohim mit ihm ist.“
3 Yeshua antwortete und sprach zu ihm: „Wahrlich, wahrlich, Ich sage dir: Wenn jemand nicht von Neuem geboren wird, so kann er das Reich Elohim nicht sehen!“

In Johannes Kapitel 4, verlässt Yeshua Jerusalem und zieht Richtung Norden nach Galiläa am Weg von Samaria. Es ist zu dieser Zeit das Er die Frau am Brunnen trifft.

Yochanan (Johannes) 4:3-6
3 Da verließ er Judäa und zog wieder nach Galiläa.
4 Er musste aber durch Samaria reisen
5 Da kommt Er in eine Stadt Samarias, genannt Sichar, nahe bei dem Feld, das Jakob seinem Sohn Joseph gab.
6 Es war aber dort Jakobs Brunnen. Weil nun Yeshua müde war von der Reise, setzte Er sich so an den Brunnen; es war um die sechste Stunde.

Yeshua gibt Zeugnisse an die Stadtbewohner für weitere zwei Tage, und dann verlässt Er sie.

Yochanan (Johannes) 4:43
43 Nach den zwei Tagen aber zog Er fort und ging nach Galiläa

Sobald Yeshua Galiläa erreichte, wirkte Er gleich zwei Wunder, unter anderem erweckte er den toten Sohn eines angesehenen Mannes.

Yochanan (Johannes) 4:52-54
52 Nun erkundigte er sich bei ihnen nach der Stunde, in welcher es mit ihm besser geworden war. Und sie sprachen zu ihm: „Gestern um die siebte Stunde verließ ihn das Fieber.“
53 Da erkannte der Vater, dass es eben in der Stunde geschehen war, in welcher Yeshua zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt! Und er glaubte samt seinem ganzen Haus.
54 Dies ist das zweite Zeichen, das Yeshua wiederum tat, als Er aus Judäa nach Galiläa kam.

Dann im fünften Kapitel ist es Zeit für das nächste Fest, welches nach der Siebzig Wochen Predigtdienst Theorie Shavuot (Pfingsten) gewesen sein muss.

Yochanan (Johannes) 5:1
1 Danach war ein Fest der Juden, und Yeshua zog hinauf nach Jerusalem

Befürworter von einem dreieinhalbjährigen Predigtdienst bestreiten, dass dies das Pfingstfest war. Sie betonen, dass die Schrift nicht sagt welches Fest es war. Dies wird zu einem kritischen Punkt in Johannes Kapitel sechs, wo die meisten griechischen Übersetzungen (auch die Peshitta) uns sagen, dass das Passah sich näherte.

Yochanan (Johannes) 6:4-6
4 Es war aber das Passah nahe, das Fest der Juden.
5 Da nun Yeshua die Augen erhob und sah, dass eine große Volksmenge zu ihm kam, sprach Er zu Philippus: „Wo kaufen wir Brot, damit diese essen können?“
6 Das sagte Er aber, um ihn auf die Probe zu stellen, denn Er selbst wusste wohl, was Er tun wollte.

Wenn es Festzeit wäre, würden wir normalerweise erwarten, dass wir Yeshua sehen werden der sich Richtung Jerusalem auf den Weg macht. Traditionelle Gelehrte sagen uns, dass der Grund warum Yeshua nicht nach Jerusalem hinaufzog der war, dass die Pharisäer ihn zu töten suchten, und es noch nicht Seine Zeit war geopfert zu werden. Dies ist jedoch genau der Punkt, wo die Befürworter einer Siebzig Wochen-Dienst Theorie Stellung nehmen. Die Befürworter eines Siebzig Wochen Dienstes einigen sich, dass die Pharisäer nach Yeshua’s Leben trachteten (siehe Johannes 7: 1), aber sie weisen auch darauf hin, dass Vers 4 nicht in vielen der ältesten Griechischen Texten existieren. Daher argumentieren sie, dass es dort nicht hingehört, und es kann nicht als Grundlage für die Lehre verwendet werden. (Johannes 6:4 erscheint in der Peshitta. Jedoch, zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels, während ich an eine Semitischen Inspiration glaube, glaube ich nicht mehr, dass die Peshitta der ursprünglich inspirierte Text ist.)

Es scheint plausibel, dass Johannes 6:4 später zum Text hinzugefügt wurde. Es gibt noch andere bekannte und mutmaßliche Änderungen und Verbesserungen der Schrift, sowohl im Tanach (dem „Alten Bund“) und der Brit Chadasha (dem erneuerten Bund). Einige andere bekannte oder vermutete Passagen, die in einigen der ältesten Manuskripte fehlen sind Markus 16:9-20, Johannes 7:53-8:11, 1. Johannes 5:7-8, und andere. Ferner, wenn man den Verweis auf das Pessach in Johannes 6:4 entfernt, scheint die Siebzig Wochen Predigtdienst Theorie durchaus Sinn zu machen: Johannes scheint Yeshua’s Dienst aufzuzeichnen nach dem Zeitpunkt der Israelitischen Festivitäten.

Wenn in Johannes 6:4 ursprünglich steht „Nun näherte sich ein Fest der Juden“ könnte dieses Fest Yom Teruah (der Tag der Trompeten) gewesen sein? Und wenn dem so wäre, könnte es sein das die Verklärung auf dem Berg zehn Tage später stattgefunden hat (an Yom Kippur)?

Marqaus (Markus) 9:1-6
1 Und Er sprach zu ihnen: „Wahrlich, Ich sage euch: Es sind einige unter denen, die hier stehen, die den Tod nicht schmecken werden, bis sie das Reich Elohim in Kraft haben kommen sehen!“
2 Und nach sechs Tagen nimmt Yeshua den Kepha (Petrus) und den Yaakov (Jakobus) und den Yochanan (Johannes) zu sich und führt sie allein beiseite auf einen hohen Berg. Und Er wurde vor ihnen verklärt,
3 und seine Kleider wurden glänzend, sehr weiß wie Schnee, wie kein Bleicher auf Erden sie weiß machen kann.
4 Und es erschien ihnen (Eliyahu) Elia mit Mosche (Moshe), die redeten mit Yeshua.
5 Und Kepha begann und sprach zu Yeshua: „Rabbi, es ist gut, dass wir hier sind! So lass uns drei Hütten bauen, dir eine und Moshe eine und Eliyahu eine!“
6 Er wusste nämlich nicht, was er sagen sollte; denn sie waren voller Furcht.

Kann es möglich sein, dass Kepha vorgeschlagen hat drei Hütten in Galiläa zu errichten, weil die Pharisäer in Jerusalem danach trachteten ihn zu töten, und es noch nicht an der Zeit war, dass Er geopfert werden sollte?

Yochanan (Johannes) 7:1-2
1 Und danach zog Yeshua in Galiläa umher; denn Er wollte nicht in Judäa umherziehen, weil die Juden ihn zu töten suchten.
2 Es war aber das Laubhüttenfest der Juden nahe.

Johannes sagt uns dann das Yeshua hoch zu dem Fest ging, aber heimlich (Johannes 7:10). Bei Seiner Ankunft bricht Yeshua eine große Anzahl von Rabbinischen „Zaun Gesetzten“ (tachanot und Ma’asei) in dem Er Menschen am Shabbat heilte. Weil Yeshua diese menschengemachten Zaun Gesetze bricht, (ohne jemals YAHWEH’S Thora zu übertreten), beschuldigen die Pharisäer Ihn, dass Er nicht von Elohim ist, da es in dem Pharisäisch/Orthodoxen Gedankengut verankert ist, dass Rabbinische Tradition zu brechen das gleiche sei wie YAHWEH’S Thora zu übertreten.

Yochanan (Johannes) 9:13-16
13 Da führten sie ihn, der einst blind gewesen war, zu den Pharisäern.
14 Es war aber Shabbat, als Yeshua den Teig machte und ihm die Augen öffnete.
15 Nun fragten ihn auch die Pharisäer wieder, wie er sehend geworden war. Und Er sprach zu ihnen: „Einen Brei hat er auf meine Augen gelegt, und ich wusch mich und bin nun sehend!“
16 Da sprachen etliche von den Pharisäern: „Dieser Mensch ist nicht von Elohim, weil Er den Shabbat nicht hält! „ Andere sprachen: „Wie kann ein sündiger Mensch solche Zeichen tun?“ Und es entstand eine Spaltung unter ihnen.

Einige Monate später ist es Zeit für das Fest der Tempelweihe (Chanukka). Yeshua geht hoch nach Jerusalem und zeigt, dass Er das Licht der Welt ist.

Yochanan (Johannes) 10:22
22 Es fand aber in Jerusalem das Fest der Tempelweihe statt; und es war Winter.

Soweit folgen die Sequenzen den Feste. Nun macht sich Yeshua bereit hoch nach Jerusalem zu gehen für das endgültige Passah, an dem Er geopfert wird.

Yochanan (Johannes) 11:55-57
55 Es war aber das Passah der Juden nahe. Und viele aus dem ganzen Land gingen vor dem Passah nach Jerusalem hinauf, um sich zu reinigen.
56 Da suchten sie Yeshua und sprachen zueinander, als sie im Tempel standen: „Was meint ihr, kommt Er nicht zu dem Fest?“
57 Sowohl die obersten Priester als auch die Pharisäer hatten aber einen Befehl gegeben, dass, wenn jemand wisse, wo Er sei, er es anzeigen solle, damit sie Ihn ergreifen könnten.

Das Konzept das Johannes eine siebzig Wochen Zeitepoche aufzeichnete, den Festen folgend als Meilensteine, scheint sehr viel Sinn zu machen, vorausgesetzt, dass Johannes 6:4 verstanden wird als eine spätere Ergänzung des Textes.

Yochanan (Johannes) 6:4-6
4 Es war aber das Passah nahe, das Fest der Juden.
5 Da nun Yeshua die Augen erhob und sah, dass eine große Volksmenge zu Ihm kam, sprach Er zu Philippus: „Wo kaufen wir Brot, damit diese essen können?“
6 Das sagte Er aber, um ihn auf die Probe zu stellen, denn Er selbst wusste wohl, was Er tun wollte.

Aber warum sollte jemand die Schrift verändern wollen? Was wäre die Motivation hierfür? Betrachten wir das Johannes 6:4 zum Text hinzugefügt würde, würde es nicht nur die Idee eines dreieinhalbjährigen Dienstes unterstützen, aber es würde auch die Idee unterstützen, dass Yeshua nicht die Thora gehalten hat. Die Thora verlangt das alles männliche dreimal im Jahr hoch nach Jerusalem ziehen soll, (z.B. in 5. Mose 16), und wenn Yeshua in Galiläa geblieben ist, zu der Zeit des Passahfestes, dann hätte Er uns ein Beispiel geliefert wie die Thora bewusst übertreten wird, beweisend, dass die Thora nicht wirklich wichtig ist, dass sie gehalten werden soll (Elohim bewahre).

Während das siebzig Wochen Konzept sehr ansprechend ist, ist es nicht ohne Herausforderungen. Wie wir im früheren Kapitel des Jubiläums gesehen haben, sagt uns Lukas 3:21-23 das Yeshua’s Predigtdienst begann kurz nach dem Er getauft wurde, als Er ungefähr im Alter von dreißig Jahren war.

Luqa (Lukas) 3:21-23
21 Es geschah aber, als alles Volk sich taufen ließ und auch Yeshua getauft wurde und betete, da tat sich der Himmel auf,
22 und der Heilige Geist stieg in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf Ihn herab, und eine Stimme ertönte aus dem Himmel, die sprach: „Du bist mein geliebter Sohn; an Dir habe Ich Wohlgefallen!“
23 Und Yeshua war ungefähr 30 Jahre alt, als Er begann….

Im Judentum ist es Tradition, eine Mikwe (tauchen oder selbst ‚taufen‘) kurz vor Yom Kippur zu nehmen, da Yom Kippur der meist abgesonderte Tag des Jahres ist. Beachten wir auch, dass Yom Kippur nur fünf Tage entfernt vor dem Herbstfest Sukkot (Laubhüttenfest) ist. Wie wir in dem Kapitel über Chanukka gesehen haben, wurde Yeshua wahrscheinlich am ersten Tag des Sukkotfestes (Laubhüttenfest) geboren. Wenn Yeshua’s Taufe am Tag vor Yom Kippur stattgefunden hat, dann war Yeshua „ungefähr dreißig Jahre alt“, als Er Seinen Predigtdienst begann. Allerdings dauert es ein Minimum von dreiundsiebzig, und einfach sechsundsiebzig Wochen um von Yom Kippur im ersten Jahr zu Pessach, zwei Jahre später zu gelangen, abhängig von der Sichtung der Aviv Gerste und den Neumonden.

Ferner, Daniel 9:24 sagt nichts über Yeshua’s Predigtdienst welches siebzig Wochen dauerte, und es gibt auch keine sichtbaren prophetischen Implikationen für einen „siebzig Wochen“ Predigtdienst . Daniel sagt nur, dass es siebzig Wochen von Jahren geben wird zwischen der Zeit als das Gebot erlassen wurde Jerusalem wiederaufzubauen (circa 457 BCE), bis Messias der Prinz erscheint und Seinen Dienst antritt: Es sagt nichts über seine Dauer.

 

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